Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 17 (1934)
- Issue
- Heft 8-9 (August 1934)
- Article
- Emek Chefer [Nachricht]
- Date
- 1934-08-01
- Page
- Seite 377 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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Emek Chef er (Wadi el Chawerith). Der KKL. hat beschlossen, die unter dem arabischen Namen „Wadi el Chawerith" seinerzeit gekaufte Fläche, die jetzt in Besiedlung begriffen ist, „Emek Chef er" zu benennen. In Kfar Witkin erhielten die Mitglieder des Moschaw 20 Dunam zugeteilt; 4 Bauplatz, 8 Zitrus, 8 gemischte Wirtschaft, deren Produkte nach Nathania und Tel-Aviv gesendet werden. Der Brunnen gibt in Tiefe von 12 m 200 m5 Wasser. Die Siedlerzahl ist 200. Der Siedlung junger Kaufleute aus Tel-Aviv, Giwath Schapira wurden 800 Dunam zugeteilt, je 20 für 40 Familien. In 10 wurde bereits angepflanzt. Der Brunnen gibt 180 m3 Wasser. Die vollständige Uebersiedlung aller Kolonisten erfolgt während fünf Jahren. Die Siedlungen haben sich eine Organisation gegeben, die zunächst bei der Regierung wegen Austrocknung der Sümpfe vorstellig geworden ist, um die Malaria auszurotten (siehe auch folgende Notiz). < Ansiedlung der Beduinen von Wadi el Chawerith. Die Regierung hat mit der Trocknung von 1600 Dunam Sumpf im Bezirk Tul Karm begonnen, wo sie die auf Wadi el Chawerith (Emek Chef er) verbliebenen Beduinen ansiedeln will. (Bekanntlich sollten diese nach Tel Schock im Beisanbezirk überführt werden, aber sie weigerten sich, dem. Wunsch der Regierung zu folgen.) Die jüdischen Kolonisten auf Emek Chefer hatten bisher an Malaria zu leiden, weil diese Sümpfe nicht assaniert wurden. Sichron JakoW. Eine Gesellschaft zur Errichtung von Sommerwohnungen kaufte 100 Dunam Hügelland an der Meeresseite und investiert 20.000 Pfund im Bau von Villen. Kwiuzajfa bei Akko, Eine Kwuzah kaufte 300 Dunam Pardeßboden, 4 km südlich der Stadt, die einem jüdischen Kaufmann gehörten, doch gelang es noch nicht, die Pächter anzustiften. Private Ansiedlung deutscher Juden. Wie gemeldet wird, sind 4000 Dunam am Nordufer des Kinerethsees und 2000 Dunam in Ramath-Tiberias zur Ansiedlung deutscher Juden erworben worden. Auf dem erst genannten Territorium soll intensive Gemüsekultur mit Berieselung betrieben werden, auf dem letzteren soll ebenfalls Gemüse gebaut werden. (Ueber die von der offiziellen Stelle entfaltete Tätigkeit siehe unter Jewish Agency.) Farmerbank. Wir berichteten über diese in Nr. 4/5, S. 201. Das Kapital beträgt 15.000 Pfund. Sie hat das Recht, Obligationen auszugeben. Sie ist als Kooperative gegründet und hat die Bestätigung der Regierung erhalten. Dagegen ist leider die Errichtung der geplanten großen L a n d w i r t s ch a f tsbank mit Beteiligung der Regierung (200.000 Pfund) wie der großen Gesellschaften und Banken (300.000 Pfund) wieder in weite Ferne gerückt. Die neue landwirtschaftliche Mittelschule. Wir haben wiederholt berichtet, daß die Farmer-Vereinigung einen neuen Typ von Mittelschule mit landwirtschaftlicher Ausbildung vorbereitet. Sie ist inzwischen in Pardeß Ghana (Pica Kolonie bei Chedera) eröffnet werden. Das Schulgeld beträgt 24 Pfd. per Jahr, mit Internat 90 Pfund inkl. der Ausgaben für die Arbeit. Aufgenommen werden Kinder von 14 Jahren, die 8 Klassen Volksschule absolviert haben, odeir 7 mit besonderer Vorbildung. Es sind 5 Klassen vorgesehen mit Koedukatioii Adresse: Haifa, POB. 920.