Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 17 (1934)
- Issue
- Heft 8-9 (August 1934)
- Article
- Neue große Siedlungsgesellschaft [Nachricht]
- Date
- 1934-08-01
- Page
- Seite 376 (sequence 1)
- Language
- German
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Neue große Siedfringsgesellschaft. Seit Beginn der direkten Kolonisation der* zionistischen Organisation (1908), steht der Plan einer Parzellierungs- und Siedlungsgesellschaft auf ihrem. Programm. Eine solche sollte die damals von Dr. Ruppin gegründete 3,The Palestine and Development Cy" sein, die aber kurz nach ihrer Gründung genötigt war, sich ganz auf den Kauf von Böden zu beschränken. Das Einströmen deutscher Juden mit Kapital, organisatorisch begabten Kräften und Ansiedlungsbedürfnis hat endlich zur Gründung einer solchen Gesellschaft für Kolonisation in den Vorstädten am Lande geführt. Ihr Name ist „The Rural and Suburban Settlement Cy Ltd. (Rasseo)". Gründer sind Personen der Exekutive, ferner Prof. Weizmann u. a. Kapital 50.000 Pfund, geteilt in 2000 gewöhnliche und 3000 6o/oige Vorzugsaktien zu 10 Pfd- Letztere sind zur Subskription al pari ausgelegt. 15.000 Pfund des Kapitals sind von der Zentralstelle für Ansiedlung deutscher Juden gezeichnet worden;. Die Gesellschaft wird Wohnviertel, resp. Wirtschaften errichten, der Betrieb geht natürlich nicht auf ihre Rechnung, sondern auf die der Erwerber. Diese werden mit 500—600 Pfund eine vorstädtische Stelle mit Dreizimmerwohnung und Garten oder eine landwirtschaftliche Siedlung mit 1200 Pfund erwerben können. Vorstädtische Siedler erhalten eine Hypothek. Zum ersten Mal wird mit dieser Gesellschaft der Gedanke verwirklicht. Reflektanten den Erwerb anbaureifer Wirtschaften resp. Wohnstellen in besonderen Vierteln zu ermöglichen. Die Leitung der Gesellschaft haben Dr. Alfred Landsberg (früher Vorsitzender der Zionist. Vereinigung für Deutsehland) und Dr. Herbert Foerder übernommen. Der bekannte Agrarwissenschaftler Dr. Ludwig Pinner gehört dem Vorstand an. Den öffentlichen Körperschaften, die Aktien zeichnen, ist die Majorität gesichert. Es ist auch ähnlich wie bei der Pflanzungsgesellschaft von Dr. Brünn den größeren Aktionären (mit mindest 500 Pfund Aktien) ein Vorrecht an den zu schaffenden Stellen eingeräumt. Siedlui^gsarbeit. Rischon le Zion. Während diese Kolonie 1932, nach 50 jährigem Bestand 2500 Einwohner zählte ,sind es gegenwärtig 4000. Das Budget stieg im gleichen Zeitraum von 3000 auf 6000 Pfund, der Umfang der Zitruspflanzungen von 55ÖÖ auf 10.000 Dunam. Gjiwäth Brenner. Diese Kwuzah, im Sommer 1928 von deutsichen Chaluzira auf KKL.-Boden gegründet, ist heute ein Anziehungspunkt für deutsche Einwanderer geworden. Die Siedlung (Kwuzah) zählt 300 Genossen, davon 200 aus Deutsichland. Sie liegt südlich von Rechowoth!, die Wirtschaft ist vielfältig, 200 Dunam Zitrus, 60 Dunam Baumsichule, ferner Gemüse- und Getreidebau, Milchwirtschaft, Hühner, Farm, Bienenzucht, Tischlerei, Schlosserei, Bäckerei, Schusterei etc. sind vorhanden. Ein Sanatorium für 40 Menschen wird für den Kibbuz Meuehad auf einem nahen Hügel errichtet. Beer Tuviah. Wie schon berichtet, hat diese Kolonie 40 deutsche Familien aufgenommen. Eine Anzahl Siedlerstellen sind frei. Es handelt sich um eine gemischte Wirtschaft auf 35 Dunam. Kapitalerfordernis 900 Pfund per Familie