Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 17 (1934)
- Issue
- Heft 8-9 (August 1934)
- Article
- Der Hafen von Jaffa [Nachricht]
- Date
- 1934-08-01
- Page
- Seite 368 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- correspondence
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/2379786-2379916-2379922--18098-2401811- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
- Haifa 3× ep/1047930
- Beirut 2× ep/1047833
OCR text
Straße wird, wie von uns schon berichtet, auf 14 Meter erweitert ud Zementpfeiler werden als Stütze für den neuen Rand der Straße ins Meerj versenkt. Die Konkurrenz Jaffa-Haifa. Die Regierung soll sich mit der Absicht tragen, den Hafen von Haifa zu favorisieren, die Ednwjajnderer nur dort landen zu lassen und in der Orangen-Verschiffungssaison den übrigen Verkehr in Jaffa zu sperren. Die Blätter, insbesondere die arabischen, nehmen scharf gegen solche Pläne Stellung. Die Konkurrenz Haifa-Beirut. In mehreren Blättern wird darauf hingewiesen, daß Beirut angesichts der Fertigstellung des Hafens von Haifa Anstrengungen macht, um sich gegen diese Konkurrenz zu behaupten, um so mehr Haifa 1933y in welchem Jahr der Hafen noch nicht durch 12 Monate benützt worden war, Beirut bereits im Schiffsverkehr überflügelt hat. Die Erweiterung des Hafens von Beirut mit einem Kostenaufwand von 47 Mill. franz. Fres. (ca. 6,62 Millionen Pfund) wovon Frankreich 33 Millionen beisteuert, wurde beschlossen. Noch ist der Trainsithandel von Irak und Persien nicht nach Palästina abgelenkt worden, aber dies ist möglich und falls die Bahn Haifa-Bagdad wirklich gebaut werden sollte, so droht den syrischen Häfen Gefahr, ihn an Haifa zu verlieren, mit Ausnahme des über die frühere Endstation der alten Bagdadbahn Nissibene gehenden Personenverkehrs. Diese Bahn ist schon bis Tel Ziuane verlängert worden, wird bis zur Grenze geführt werden und nimmt! auch den Verkehr von Mossul und Nordpersien auf. Sollte Irak die Zustimmung geben, daß die Bahn von der syrischen Grenze bis Mossul geführt wird, so würde der künftigen Balm Haifa-Bagdad eine große Konkurrenz gemacht werden. Beirut hat auch für Transit nach Irak-Persien eine Freihafenzone eröffnet. Im übrigen sind, wie in Palästina, auch in Syrien die Autostraßen in glänzendem Zustand und der Lasttransport auf ihnen im Zunehmen. Autoverkehr Haifa—Bagdad. Wie „Palnews" melden, wird nunmehr der* Autodienst Haifa—Bagdad mit einem 110-PS-Spezialwagen aufgenommen. Das Auto fährt Montag 6 Uhr vormittags von Bagdad ah, und trifft nach 36 stündiger Fahrzeit in Haifa ein, die Abfahrt in Haifa findet Donnerstag «sine halbe nach Ankunft des Zuges von Kantara statt. Das Auto trifft Freitag zwischen 3 und 9 Uhr in Bagdad ein. Die 640 Meilen lange Strecke führt über Tiberias, —Samakh—Jsn al Majami'l—Erbid—Mufraq—Rutbah. Die Palästinaregierung zugesagt, den Straßenabschnitt zwischen Erbid und Mufraq, der sich zurzeit noch nicht in gutem Zustand befindet, sofort in Ordnung bringen zu lassen. Das für Ijl iese Linie gebaute Spezialfahrzeug enthält 6 Pullman- und 10 I, Klasse-Sitze und Kühlanlage für Wasser und Lebensmittel, die Bedienung erfolgt durch einen Steward. Der Fahrpreis beträgt 6 pal. Pfd. für den Pullmansitz, 5 pal. Pfd. für die I. Kiasse. Verschiedene Nachrichten. Nathania hat ein Postamt erhalten, das in einem von der Kolonie selbsterbauten Haus in Miete untergebracht ist. Die Regierung plant, eine Straße von Tul Karm ans Meer zu bauen (ge~ genwärtig führt nur ein schlechter Weg von Tul Kairm ans Meer bei Natania, die Luftlinie ist ca. 18 km,». Tul Karm ist bekanntlich ein wichtiges atdf-? strebendes arabisches Zentrum von 5000 Einwohnern und ein Verkehrsknotenpunkt .)