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Palästina · 1934-08-01 · Heft 8-9 (August 1934) · p. Seite 363

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Journal
Palästina
Volume
17 (1934)
Issue
Heft 8-9 (August 1934)
Article
Vertrag mit England [Nachricht]
Date
1934-08-01
Page
Seite 363 (sequence 2)
Language
German
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die am 2. Juli in Jerusalem unterzeichnet wurden. Auf Grund der neuen Bestimmungen wird in Transjordanien ein englischer Geschäftsträger eingesetzt, durch dessen und des High Commissioner Vermittlung die Regierung Transjordaniens mit allen Mächten in Verbindung treten kann. Das Abkommen siejht ferner vor, daß Transjordanien eigene Konsuln in den benachbarten arabischen Staaten haben soll, wo das Bedürfnis hierfür besteht. Gleichzeitig verpflichtet sich Emir Abdullah, daß Trans Jordanien künftighin die normalen Ausgaben der Zivilregierung und -Verwaltung selbst tragen wird. Ferner wird bestimmt, daß es keine Zollgrenzen zwischen Palästina und Trans Jordanien geben soll, es sei denn, daß die beiden Länder sich darauf einigen. Wir bemerken dazu, daß diese Erweiterung der Unabhängigkeit Transjordaniens wahrscheinlich ein Erfolg der Reise des Emirs nach' London ist. Zollgrenzen gegen Palästina gab es auch bisher nicht. Bezüglich1 des Budgets ist das Abkommen nicjht recht zu verstehen, da England sich' verpflichtet hat, außer dem Beitrag für die Kosten der Grenzmacjht jährlich 65.0000 Pfund Subvention an Trans Jordanien zu geben. Was die Förderung der Wirtschaft des Landes betrifft, so soll England die Gewährung einer kleinen Anleihe (100.000 Pfund) und den Ausbau des Bank- Nornrungsnetzes zugesagt haben. Billige Weggabe von Staatsländereien. Nacjh dem Bericht an die Mandatskommission ihatte die Regierung beschlossen^ staatliches Boden-Eigentum, das nicjht größer als 10 Dunam ist und nicht mehr Wert h'at als 50( P&und^ auf langjährige Abzahlung zu verkaufen. Auf diese Weise sind im Vorjahre 156.699 Dunam zu 6694 Pfund verkauft worden, d. i. also zu einem Durchschnittst preis von 0,043 Pfund per Dunam. Im Jordantal, nördlich des Toten Meeres wurden 108.000 Dunam Staatsland dem Stamm Adwan auf seine Reklamation bloß gegen Ersatz der Registrier-' kosten in sieben Jahresraten zugeschlagen. Ebenso wurden im Norden des Tales, wo der Stamm Ohazawie 60.000 Dunam des Medawara-Landes reklamierte, 46.000 Dunam im Qhor el Arbain zu 0,3 Pfund per Dunam, zahlbar in 10 Jahresraten, überlassen. Restliche 14.00fr Dunam wurden benachbarten Bewerbern verpachtet. Wie bekannt, erhielt schon im Jahre 1931 der Emir 62.000 Dunam Land im Jordantal zur Pacht und 3000 Pfund bar zu ihrer Kultivierung. Die Regierung teilt mit, daß auch das übrige Staatsland im Jordantali in äjhnlicher Weise vergeben werden wird. Preise und Zahlungsbedingungen lassen diese Vergebungen beinahe als Verscjhenkungen erscheinen, ähnlich' wie es mit den Beisanländereien in Palästina geschah. Man vergleiche dazu die mangelnde Berücksichtigung der Juden bei Vergebung der Staatsländereien in Westpalästina^ ifrotz der bekannten: Bestimmung im Mandat. Verschiedene Nachrichten. Die Straße von der Hauptstadt Amman zur Allenbybrücke (Jordan, Grenze nach Palästina), wird mit einem Kostenaufwand von 40.000 Pfund zu einer Chaussee ausgebaut. Amman selbst wendet 20.000 Pfund für moderne Kanalisation auf. — Die Zeitungen berichten aus4 Alazrak, daß dort bei ea. 100 Familien Hungersnot herrscht.

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