Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 17 (1934)
- Issue
- Heft 8-9 (August 1934)
- Article
- Budgetvorschlag 1934/35 [Nachricht]
- Date
- 1934-08-01
- Page
- Seite 362 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- correspondence
- OCR quality
- 97% known words query
- IRI
…/2379786-2379916-2379922--18056-2401805- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Die jüdische Oeffentlichkeit kritisiert den Voranschlag in scharfer Weise- Wie immer wird darauf hingewiesen^ daß die Haupteüiunahmen der Regierung von dem jüdischen Bevölkerungsteil stammen:, indes sie in ihrer Ausgabenpolitik fast nur für die Bedürfnisse der arabischen Bevölkerung sorgt. Es handelt sich um die direkten Zuwendungen an die Juden-, wie zi. B. für Schuld wesen 28.000 Pfd. bei einem Etat von 206.000 Pfd. (Vorjahr 25.000 bei 180.000 Pfund) und Sanität, Subvention 9195 (Vorjahr 3700 Pfund), bei einem Etat von '160.000 (Vorjahr 95.000 Pfund) und um die Art der Aufwendungen für öffentliche Arbeiten, wobei noch zu berücksichtigen ist, daß heuer nebst dem Bud-» get auch die Gelder der Anleihe zur Verwendung kommen werden, die, wie* schon berichtet, zum größten Teil wieder für Zwecke der arabischen Bevölkerung verbraucht werden sollen. Investitionen der Regierung. Wie aus vorsteheriden Mitteilungen ersichtlich ist, werden im laufenden Finanzjahr von Seiten der Regierung sehr große Mittel dem Arbeitsmarkt zugeführt werden. Zunächst dürfte mehr als die Hälfte der Anleihesumme, ca. eine Million Pfund, schon im laufenden Jahre zur Verwendung kommen, dazu werden für öffentliche Arbeiten: ordentliche 53.000 (Vorjahr 48.000), wiederkehrende 208.000 (Vorjahr 185.300), außerordentliche 290.000 (Vorjahr 140.000) ausgelegt werden. Hiezu kommen noch aus den verschiedenen Departments Titeln jene Beträge, die für Bauten, Installationen etc. bestimmt sind, wie Post, Telegraph} (außerordentlich 68.000, Vorjahr 28.000) u. ia. m. Es werden im ganzen ca l3/4 Millionen Pfund sein, die von der Regierung aufgewendet werden dürften. Im vorigen Finanzjahr sind außer den Arbeiten aus dem Budget, für die um ca. 200.000 Pfund weniger ausgegeben wurden, als heuer, präliminiert, noch die Ausgaben für den Hafen von Haifa aus der Anleihe ausgelaufen. Nimmt man dazu, daß einige größere Bauten in Jerusalem damals nocjh in Vollendung waren, so wird der Aufwand im laufenden Finanzjahr, wenn auch absolut groß* kaum mehr betragen als jener Ausfall. Zahlung an den Obersten Moslemischen Rat. Dieser hatte schon seit langer Zeit verlangt, daß ihm die Regierung 50.000 Pfund als Zehent der Pächter auf Wakfland auszahle. Die Regierung hatte aber, wie bekannt, allgemein große: Nachlässe des Zehent gewährt und wollte die Zahlung an den Rat entspre^ chend kürzen. Nun hat sie den vollen Betrag, 50.000 Pfund, ausgezahlt. — Die jüdischen Blätter schreiben, daß der Rat das Geld dazu benützen will, Boden bei Ghedera, auf dem arabische Pächter sitzen und der an Juden verkauft? werden soll, selbst anzukaufen. Verschiedene Nachrichten. Wie in Nr. 6/7, S. 262 mitgeteilt, war das besondere Department für Fischerei aufgelassen worden. Die Regierung scheint aber inzwischen die Wichtigkeit dieses Wirtschaftszweiges für das Land erkannt zu haben und hat einen besonderen Fachmann! aus dem Indiendienst,, Mr. James Hornel, zur Untersuchung der einschlägigen Fragen für drei Monate nach Palästina berufen. Transjordanien. Vertrag mit England. Das Colonial Office veröffentlicht soeben Ergänzungen und Abänderungen des Vertrages zwischen England und Transjordanien^