Mannheim
Compact Memory

Palästina · 1934-08-01 · Heft 8-9 (August 1934) · p. Seite 361

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
17 (1934)
Issue
Heft 8-9 (August 1934)
Article
Abschluß des Finanzjahres [Nachricht]
Date
1934-08-01
Page
Seite 361 (sequence 2)
Language
German
Belongs to
correspondence
OCR quality
95% known words query
IRI
…/2379786-2379916-2379922--18053-2401804
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

eine Ihalbe Million Pfund) zu rechnen wären, erheben die jüdischen Zeitungen J natürlich die Frage, warum es nötig war, eine Anleihe von zwei Millionen Pfd. aufzunehmen und dafür 4 o/o zu zahlen, indes die Gelder der Regierung, soweit bie nicht in Effekten angelegt sind, in den Banken zu 1/2 bis l1/*0/0 deponiert sind (siehe darüber Nr. 6/7, S. 278. — Die Red.). Voon Interesse ist auch, daß die Ueberschüsse der Regierung ständig wachsen. Betrugen sie im letzten Finanzjahr ca. 106.000 Pfund per Monat, so ergaben die Monate März und April einen Ueberschuß von 309.000 Pfund. Bu'dgetvoranschlag 1934/35. Dieser ist wie immer, mit äußerster Vorsicht aufgestellt. Die Einnahmen werden geringer veranschlagt, als sie im vorigen Finanzjahr tatsächlich betrugen, und zwar mit 3,483.000 pal. Pfund, gegenüber einer tatsächlichen Einnahme von 3,715,000 pal. Pfund 1933/34 (ohne Eisenbalm). Es ist, nachdem der Zustrom von Menschen und Kapital nach wie vor ein starker ist (erstes Halbjahr 15f000 einwandernde Juden mit schätzungsweise 6 Mill. Pfd. Kapital), unbegreiflich, warum die Regierung mit einem Rückschlag in den späteren Monaten rechnet, wofür gar kein Anzeichen vorliegt. So werden z;. B. die ZoUeinnahmen mit 1,650.000 Pfund veranschlagt, indes sie im Finanzjahr 193(3/34 1,800.000 Pfund betrugen. Die Voranschläge für die Steuern auf Vieh und den Erntezehent sind auf 38.000 resp. 13:300 Pfund herabgesetzt worden. So erscheinen sukzessive die Agrarsteuern, die in der Vorkriegszeit das Rückgrat des Budgets bildeten, fast völlig aufgehoben und wenn man veranschlagt, was davon die Juden tragen, so bleibt fast nichts als Zahlung seitens, der Fellachen berechnet. Die Ausgaben sind dagegen viel höher präliminiert als im Vorjahr. Während sie 1933/34 ca,. 2,7 Millionen Pfund betrugen, erwartet der Voranschlag für dieses Jahr ca. 3,250.000 Pfund. Fast alle Departments haben höhere Dotierungen erhalten, das Plus beträgt bei: Landwirtschaft 35.000, Zolldepartmeint 65.000, Sanität 29.000, Erziehung 26.000 Pfund usw. Vielfach sind die Erhöhungen auf Rechnung vergrößerter Personallasten zu buchen!. Der Zuschuß für den jüdischen Gesundheitsdienst ist von 3700 auf 9195 pal. Pfd. erhöht worden, für den Zitruswerbefonds sind lOj.000, für Bekämpfung von Zitrusschädüngen 10.000 Pfund usw. eingesetzt. Die landwirtschaftliche Versuchsstation Rechoboth soll 1800 Pfd. erhalten, die beiden Kadoorischulen (jüdisch und arabisch) zusammen 12.200 Pfund. Eine besondere Erhöhung erfuhr die Post außerordentliche öffentliche Arbeiten: 2901.000 statt 140.000 pal. Pfund im Jahre vorher. Außer verschiedenen Bauten für Polizeistationen und -Wohnhäusern usw. sind u,. a. vorgesehen an öffentlichen Arbeiten: Chaussee Herzlia—Bahnstrecke 3.000 pal. Pfund Chaussee Rechoboth—Gaza 10.000 ,„ „ Transitlager Haifa (wie schon wiederholt berichtet) 20.000 „, „ Für landwirtschaftliche Stationen etc. der Regierung 16.000 n „ Krankenhäuser 17.000 $} )% Postamt Tei-Aviv 8,000 », „ Im außerordentlichen Budget für die Postverwaltung werden auch 32.000 Pfd. für eine Radiosendestation in Jerusalem ausgeworfen. Wie ersichtlichj, rechnet die Regierung mit einem Ueberschuß von bloß ca. 230,000 paJL Pfd., wovon noch das Defizit der Eisenbahn abgehen wird. Tatsächlich wird aber der Ueberschuß viel größer sein.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.