Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 17 (1934)
- Issue
- Heft 8-9 (August 1934)
- Article
- Jahresbericht des Department für Zölle, Accisen und Handel für das Jahr 1933
- Date
- 1934-08-01
- Page
- Seite 344 (sequence 5)
- Language
- German
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- Haifa 1× ep/1047930
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34»4« Von 1932 auf 1933 betrug die Zunahme in Haifa rund 60o/0, in Jaffa nur rund 44o/o. Von dem Gesamtverkehr dieser beiden Häfen im Jahre 1933 entfielen 56,6o/o auf Haifa und 43,4 o/0 auf Jaffa. Unter den Staaten, denen die betreffenden Dampfschiffe gehörten, stand 1933» Italien an der Spitze mit 962.019 Tonnen (Vorjahr 585.443). Da die Zahl der Schiffe ,gegen das Vorjahr sich nur relativ wenig vermehrte, bei um 650/0 erhöhter Tonnage ist ein Beweis, daß Italien kleinere Schiff e durch! viel größere: und leistungsfähigere ersetzt hat. Aehnlich'es ist bei Frankreich zu 'konstatieren, das mit 584.6081 an dritter Stelle steint, indes Großbritannien an zweiten Stelle mit 646.608 t eine nur wenig erhöhte Duirchschnittstojniiage zeigt. Deutschland steht an vierter Stelle mit 171.931 Tonnen, es folgen U. S. A. (168.646), Rumänien (131.482) und Griechenland (130.639). Alle anderen Staaten weisen Tonnagen von 60.000 und darunter auf. Rundschau ARBEITERBEWEGUNG. Von Dr. A. T. 1. Im Zeichen von Kfar Saba. Die Ereignisse, die seit einigen MoMaten in der Kolonie der Saronebene Kfatf Saba vor sich gehen, und eine weit über die lokalen Grenzen hinausgeihendö Bedeutung erlangt haben, stellen an und für sich genommen, keine neue Erscheinung im palästinensischen Leben dar. Es handelt sich da um ein weiteres Kapitel des nun jahrzehntelang andauernden schweren Kampfes um Eroberung der Arbeit in den jüdischen Kolonien, eines Kampfes, der den Ausgangspunkt der jüdischen Arbeiterbewegung in Palästina bedeutet und immer einen der Hauptbestandteile der Tätigkeit dieser Bewegung ausgemacht hat. Nun sind aber in diesem Falle ganz besondere Umstände dazugekommen, die die Bedeutung der Ereignisse vielfach steigern. Der Kampf in Kfar Saba ist nicht bloß als ein vereinzeltes Ereignis, sondern auch im Zusammenhang mit der Immigrationspolitik der Regierung und mit den überaus scharf zugespitzten sozialen Gegensätzen im Lande zu werten und bedeutet als solcher eine der markantesten Erscheinungen in der Entwicklung der jüdischen Aufbauwerke in Palästina. Der äußerliche Gang der Ereignisse darf wohl als bekannt vorausgesetzt werden. Es genügt ihn in wenigen Worten zu rekapitulieren: In Kfar Saba, einer Kolonie der Saronebene, die bis vor kurzem als eines der wenigen Gebiete im Lande galt, wo das Prinzip jüdischer Lohnarbeit streng gewahrt wurde, gingen in der zweiten Hälfte des Mofrates März einige Kolonisten dazu üben, arabische Lohnarbeiter anzustellen. Die jüdische Arbeiterschaft in allen ihren Richtungen bäumte sich dagegen auf, es wurden Posten vor die Orangengärten der betreffenden Kolonisten gestellt. Ein erbitterter Kampf setzte* ein, die von den Kolonisten herbeigeholte Polizei verhaftete viele Arbeiter, doch, wurden deren Plätze bald durch andere; besetzt, und zwar nicht bloß durch Arbeiter, sondern auch Angehörige anderer Berufe, darunter viele Schriftsteller, Lehrer und sonstige zionistische Persönlichkeiten, da sich die über-