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Palästina · 1934-08-01 · Heft 8-9 (August 1934) · p. Seite 306

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
17 (1934)
Issue
Heft 8-9 (August 1934)
Article
Das Land der Gärten
Date
1934-08-01
Page
Seite 306 (sequence 2)
Language
German
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Die durch B odenb es chaff enheit und Klima gegebenen natürlichen Bedingungen in diesen Teilen, des Landes ermöglichen sowohl eine Pflanzungswirtschaft mit künstlicher Bewässerung, als auch eine solche ohne Bewässerung im Sommer. Die Flächen, die für Pflanzungen beider Kategorien geeignet sind, werden folgendermaßen geschätzt: Zonen Unbewässerte Bewässerte Oesamt¬ Pflanzungen Pflanzungen fläche i n Düna m Gebirgszone 5,125.000 —.— 5,125.000 Akko und Jesreelebene 80.000 10.000 90.000 Meeresküste 775.000 715.000 1,490.000 Hule und Beth Schian —,— 283.000 283.000 Jordantal —m— 156.000 156.000 Ebene des Distrikts Ber Scheva —.— 1,641.000 1,641.000 Summe, Dunam 5,980.000 2,805.000 8,785.000 das sind 71,8% der kultivierbaren Gesamtfläche. Die Ansicht, daß bewässerte Pflanzungen ertragreicher sind als andere bewässerte Kulturen in den Zonen, wo die Bewässerung möglich ist, ist ein Axiom, das keiner Beweise bedarf. Aber auch dort, wo es in der Ebene oder im Gebirge keine Bewässerungsmöglichkeiten gibt, ist es Tatsache, daß der Ertrag der Pflanzungen größer ist, als der anderer unbewässerter Kulturen. Kein Mensch im Lande, der diesen Wirtschaftszweig kennt, wird bezweifeln, daß der Obstbaum oder Obststrauch, der in unbewässertem Boden gezüchtet werden kann, auch hier konkurrenzlose Erträge hat. Die Pflanzungen, die ca. 71,8% des kultivierbaren Bodens einnehmen können, werden diesen nicht nur schmücken und verschönern, sondern sie werden hauptsächlich als Grundlage für die kolonisatorische und wirtschaftliche Entwicklung dienen. Wenn wir die durchschnittlichen Einnahmen nach Abzug der Ausgaben (mit 3 j>jal. Pfd. pro Dunam unbewässerten Boden und mit 8 pal. Pfd. pro Dunam bewässerten Boden schätzen, so können wir den zukünftigen jährlichen Ertrag der Pflanzungen in Palästina auf insgesamt 40 Millionen Pfund schätzen; wenn wir nun für eine fünfköpfige Familie ein Jahreseinkommen von 160 pal. Pfd. der Berechnung zugrunde legen, so ergibt sich für Palästina ohne weiters die Möglichkeit, l1/^ Millionen Menschen von Pflanzungen zu ernähren. Die Möglichkeit, das Land auf dieser Basis dicht zu besiedeln und lauf eine hohe zivilisatorische Stufe zu bringen, ist also zweifellos gegeben.

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