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Palästina · 1934-06-01 · Heft 6-7 (Juni 1934) · p. Seite 289

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Journal
Palästina
Volume
17 (1934)
Issue
Heft 6-7 (Juni 1934)
Article
Die Frage des Düngers für die Pardessim [Nachricht]
Date
1934-06-01
Page
Seite 289 (sequence 2)
Language
German
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mehr, da ja auch die Araber ihre Pflanzungen stark erweitern und ebenfalls immer mehr Dünger brauchen, ebenso wie auch die gemischten und; die intensiven Wirtschaften. Die Ausdehnung der letzteren hängt von der Düngerbeschaffung ab. Diese wird auch deshalb immer schwieriger, weil infolge der jahrelangen Trockenheit ein ziemlicher Teil des arabischen Viehs mangels Futter verendete. Inzwischen hat der Farmerverband, Abteilung Pflanzungen, für diese Saison sich genügend Dünger versorgt. Die Aufzucht der Kühe in der gemischten Wirtschaft. Einem Artikel in „Boust'nai" entnehmen wir darüber folgendes: Die zunehmende Nachfrage nach Milchprodukten und die steigenden Preise hiefür, regten eine Ausdehnung der Viehzucht an. Es erhob sich die Frage, wie weit die Kreuzungen sich bisher bewährt haben und woher man das einzustellende Vieh beziehen soll. Die Damaszenerkuh ist nur milchergiebig, aber ihr Fleischwert ist gering. Man hat deshalb Rassevieh von auswärts bezogen. Es hat sich gezeigt, daß dieses sich hauptsächlich für das Gebirgsklima eignet. In den anderen Gegenden des Landes paßt es sich nicht an. In diesen hat sich die Kreuzung von eiEfheimi-j sehen Kühen mit holländischen Stieren bewährt. Das ist aber ein langwieriger Weg, der nicht zu der nötigen raschen Befriedigung des Marktes führt. Auch befürchtet man, daß die fortgesetzten Kreuzungen zu einer Degeneration führen werden und es wird empfohlen, zur Blutauffrischung überall einige Damaszener Kühe »einzustellen. Tatsächlich wird jetzt überall reinrassiges Vieh aus Damaskus gekauft, obzwar man nicht überall überzeugt ist, daß das Rassevieh gerade von dorther bezogen werden soll. In den Tälern hat sich die Kreuzung einheimischer oder syrischer Kühe mit holländischen Stieren bewährt, aber in kälteren Gegenden und im Gebirge empfiehlt es sich, ausländische Rassekühe einzuführen. Im letzten Jahr wurden solche aus der Schweiz importiert. Die Erfahrungen damit sind noch nicht abgeschlossen und wegen der vorhandenen Ungewißheit darüber ist es zu begrüßen, daß die Organisation der Viehzüchter endlich das erste Herdenbuch im Lande angelegt hat. Dieses wird sich natürlich nicht nur mit dem reinen, sondern auch mit dem so zahlreich vorhandenen gekreuzten Vieh befassen müssen. Erfreulicherweise sind in dem Herdenbuch gleich zu Beginn vermerkt: 350 Kühe mit einem Ertrag von über 3000 Liter Milch, davon 21 mit über 7000 Liter Ertrag. Man hört schon von einzelnen Fällen mit 8000 Liter, der Höchstgrenze für gekreuztes Vieh. — Dr. Priebatsch, auf dessen Artikel über Viehzucht in Nr. 2/3 wir anschließend verweisen, hat kürzlich darauf aufmerksam gemacht, daß Schweizer Vieh aus einem niederschlagsreichen Gebiet stammt und für Trockengebiete nicht geeignet sind, selbstverständlich schon gar nicht für Niederungen. Die Umstellung des Schweizer Viehs sei sehr schwierig und bestenfalls von einer Senkung des Milchertrages begleitet. Die Trockenheit und die gemischte Wirtschaft. In „Boust'nai" wird darüber ausgeführt, daß im Ostemek Und ini Jordantal mangels genügender Regenmengen keine Getreideernten waren. Diese Gebiete sollten, nachdem sich das; Jahr für Jahr wiederholt, kein Falcha (Getreidewirtschaft) mehr betreiben. Dasselbe gilt auch für die Weidewirtschaft. Das Sterben der Tiere in allen Distrikten des Landes lehrt uns, daß man die Milchwirtschaft mit Groß- oder Kleintieren nicht auf die natürliche Weide stellen darf. Es gab Dörfer, in

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