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Palästina · 1934-06-01 · Heft 6-7 (Juni 1934) · p. Seite 288

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Journal
Palästina
Volume
17 (1934)
Issue
Heft 6-7 (Juni 1934)
Article
Der Markt für Grapefruit [Nachricht]
Date
1934-06-01
Page
Seite 288 (sequence 2)
Language
German
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Die Grapefruit ist ke*n Massenkonsumartikel und jede Ueberlieferung des Marktes senkt die Preise stärker, als dies etwa bei der Orange der Fall is»t. England, der Hauptmarkt dafür, konsumiert von Oktober bis Mai 700.000 bis 80QLO0O Kisten Grapefruit. Der Bedarf steigt jedes Jahr um 100.000 Kisten. Ein Drittel dieser Mengen kommt aus Ländern des Empire, die keinen Zoll in Enjgland zu zahlen haben. Um uns die restlichen zwei Drlittel zu sichern, ist es nötig, so früh als möglich mit dem Versand zu beginnen, also etwa End« September die Früchte a,us dem Jordantal, dann jene der Küstenzone zu verschiffen, ohne Unterbrechung, und nicht nur, wenn gerade dj,e Preise gut sind, damit nicht monatelang unsere Früchte am Markt fehlen. Ferner muß in der Preisforderung Maß gehalten werden. Allzu hohe Preise verursachen eine Ueberschwemmung des Marktes. Wenn nicht in dieser Saison eine kurze Zeit lang per Riste 25 sh erzielt worden wären, so wäre es nicht zuir Majrktübieirfüüumg und zu diesem Preisfall gekommen. Der Versand müßte ferner in Kisten erfolgen, die größer sind, als die bisherigen; auch die Früchte, diej zum Versand kommen, dürfen nur große sein. Soll der Anbau von Grapefruit fortgesetzt werden, so müßten außer England noch andere Märkte gewonnen werden, in Europa und Kanada. Der Anbau dehnt sich in der ganzen Welt aus und die Gesamternte beträgt schon eine Million Kisten, während der englische Markt nicht unbeschränkt aufnahmsfähig ist. Zu demselben Thema äußert stich Doar Hajom (welches Blatt unter derselben Redaktion wie „Boust'nai" steht), daß die palästinensische Grapefruit wegen ihrer Güte bessere Preise erzielt hat, als die aus anderen Ländern und die Erzeugnisse dieser verdrängt. Die Erzeugung von Essenzen aus Orangen und Grape hat seju* gute Erfolge aufzuweisen. Die Frage des Dungers für die Pardessim. Auf einer Konferenz der Farmer wurde kürzlich diese Frage eingehend besprochen. Da für den Dunam Zitrus ca. l1/2 Tonnen tierischer Dünger gebraucht wird, berechnet sich für die bestehenden 125.000 Dunam jüdische Zitrusgärten, wozu noch der Bedarf für weitere 30.000 Dunams in Pflanzung begriffener kommen, ein Bedarf von über 200.000 Tonnen im Wert von ca. V4 Mill. Pfund, aber bei eventueller Preissteigerung wegen dieses Massenbedarfes kann sich der Wert auch verdoppeln!. Diese Lage ist bedenklich. Es muß eine besondere Organisation der Düngerkäufer geschaffen werden und diese der Regierung ihre hauptsächlichsten Wünsche vortragen. Diese sieht, obzwar es sich in den Pardessim um den wichtigsten Produktionszweig handelt, mit Mißgunst die Verkäufe von Dünger seitens des Fellachen an die Zitrusgärten, obzwar er in seiner Wirtschaft nicht zur Vierbesserung dient und fast zur Gänze verdirbt, weggeschwemmt wird usw. (Die Regierung plant angeblich die Erlassung eines Verbotes der Verkäufe von Dünger. — Die Red.). Außerdem fehlt es an richtigen Transportmög^ichkeiten, um Dünger aus anderen Gebieten in die Pflanzungszone zu schaffen. Die Bahn hat zu wenig Waggons, besonders in den Monaten des Orangentransportes. Jedenfalls gibt es im Lande selbst nicht die für die jüdischen Gärten in heutiger Ausdehnung nötigen Düngermengent Es muß untersucht werden, ob solche auswärts zu {haben sind. Das wäre Aufgabe der separaten Organisation. Einer der Redner betonte, daß man sich nicht auf tierischen Dünger beschränken, sondern sich für die Fäkalien und den Mist in den Städten bemühen müsse, um die organischen Abfälle in bestimmten Fabriken, etc. Dies umso-

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