Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 17 (1934)
- Issue
- Heft 6-7 (Juni 1934)
- Article
- Subvention an die Versuchsstation [Nachricht]
- Date
- 1934-06-01
- Page
- Seite 281 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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Subvention an die Versuchsstation. Die Zionistische landwirtschaftliche Versuchsstation erihielt von der Regierung im Jahre 1933 einen Beitrag vom 3000 pal. Pfund (Vorjahr 340) für Zitrusforschunig und je 300 Pfund für Versuche mit intensiver Wirtschaft und Obstbau im Hügelland. Statistisches Landesamt. Ein solches ist in Jerusalem errichtet worden und wird die betreffenden Agenden vom Handelsdepartment Haifa übernehmen. Als Leiter wurde Mr. E*ic Mills bestellt, der seit kurzein Chef des Einwanderungsdepartments ist. Mr. Mills hat bekanntlich die Ergebnisse der Volkszählung in zwei stattlichen Bänden wissenschaftlich bearbeitet, welches Werk in Fachkreisen die größte Anerkennung gefunden hat. JEWISH AGENCY. Mandatskommission. Diese trat am 30. Mai zusammen. Die palästinensische Regierung ist durch Qbefsekreträ Mr. Hall und Mr. Nuorok vertreten. Außer den Berichten der Jewish Agency und der Mandatarmacht, sowie der schon längst vorliegenden jüdischen Petitionen wegen der Frage der Gemeindeordnung liegen der Kommission einige arabische Petitionen, die gegen die jüdische Einwanderung gerichtet sind, vor. In dem Begleitschreiben zum Memorandum der Jewish Agency wird hauptsächlich die Praxis der Zulassung von Einwanderern bemängelt. Es wird auf den Arbeitermangel auf dem Lande verwiesen, ferner darauf, daß keine Zertifikate für die Kategorien von 500 Pfd. (Akademiker) und 250 Pfd. (Handwerker) ausgegeben werden, das Personal des Immigrationsamtes zu klein ist ui. a. m. Das Ungenügende der Regierungsbeiträge für Erziehung und Sanität wird gerügt, die ungünstige Position Palästinas als Mandatsland in bezug auf Handelsverträge und die Nichteinbeziehung in die Imperia Preference Englands» betont. Die Verhandlungen sind, wie immer, geheim. Der Bericht über sie wird im September veröffentlicht werden. Jüdische Deputierten-Versammlung. Am Dienstag, den 15. Mai wurde die neue Session der Assefath Haniwcharim (Deputierten-Versammlung der organisierten palästinensischen Judenheit „Knesseth Jiisrael") eröffnet. Die revisionistische Fraktion, die zweitgrößte in der Assefath, die am Tage vorher ihren Exodus ankündigte, blieb auch schon der Eröffnungssitzung fern. Der High Commissioner, Sir Arthur Wauchope, sandte an das Präsidium der Assefah ein Begrüßungsschreiben, in dem er der Tagung Erfolg wünscht. Der Vorsitzende der Assefath Haniwcharim, der Histadruth-Führer Ben Zwi, gab in seiner Eröffnungsrede einen Ueberblick über die Ereignisse der letzten zwei Jahre, seitdem die Assefath zuletzt getagt hat, und unterstrich insbesondere, daß in dieser kurzen Periode die jüdische Bevölkerung Palästinas um 40 o/o zugenommen hat, während gleichzeitig die Politik der Regierung gegenüber dem Jüdischen Nationaliheim und den Bedürfnissen des Jischuw sich verschlechtert hat. Die Zahl der Juden, sagte Ben Zwi, die bei den Eisenbahnen, bei Post und Telegraph und in der Polizei beschäftigt sind, hat sich! bedeutend verringert. Die Regierung verweigert den Juden eine angemessene Unterstützung ihrer lebensnotwendigen Institutionen aus dem Staatsbudget. Das Mitglied der Zionistischen Exekutive und, neben Ben Gurion, Leiter des Politischen Departments der Exekutive der Jewish Agency, Mosche Shertok,