Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 17 (1934)
- Issue
- Heft 6-7 (Juni 1934)
- Article
- Syrien [Nachricht]
- Date
- 1934-06-01
- Page
- Seite 278 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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- Haifa 1× ep/1047930
- Hebron 1× ep/1047559
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278 r*°k* voa ^m angeblichen Kauf von Beiteicha in Nr. 3/4, S. 199.) Der Präsident des Staates Libanon erklärte kürzlich, daß sich diese Verordnung nur auf das Grenzgebiet beziehe, daß aber im Libanon Juden als Siedler willkommen seien. OEFFENTLICHE VERWALTUNG. Die neue Anleihe und die Finanzpolitik der Regierung. Seit einem Jahre (siehe Jahrgang 1933, S. 276) liegt ein Beschluß der Regierung vor, eine Anleihe von zwei Millionen Pfund aufzunehmen. Diese sollte von England garantiert werden. Es scheint, daß es damit Schwierigkeiten gab, denn es wurde monatelang nichts darüber verlautbart. Nun scheint die äußerst günstige; englische Finanzlage das Schatzamt bewogen zu haben, die Garantievorlage im Parlament einzubringen. Die Verwendung des Erlöses wird (ebenso wie schon bisher) wie folgt angegeben: 250.000 Pfund für Wiederansiedlung dislocierter Araber, 933.000 „ für Wasserversorgung und Kanalisation in Jerusalem und Haifa, Wasserversorgung von Hebron und verschiedenen Dörfeirn, Wassererschließung, 200.000 „ für Agrarkredit, 210.000 „ für Ausbau der Erdölverladungsanlagen in Haifa, 407.000 „ für Hauptpostgebäude (106.000 Pfund, Jerusalem 156.000 Pfund) 407.000 „ für Hauptpostgebäude Jerusalem (156.000 Pfund), Schulgebäude für arabische Kinder (106.000 Pfund), Diverses und Spesen. Der Agrarkredit soll an jüdische und arabische Bauern gegeben werden, Maschinen und Rohmaterial sollen von England bezogen und angemessene Arbeitsbedingungen bei den Regierungsarbeiten stipuliert wurden. Auf Anfrage? teilte der Staatssekretär mit, daß bei den Arbeiten der Regierung aus Anleihemitteln Araber und Juden im Verhältnis von 70: 30 der Lohnsumme Beschäftigung finden sollen. Die erste 5 o/o ige Anleihe (1027) hatte einen Nennwert von 4,475.000 Pfd. und wurde mit 10 Shilling Aufschlag für 100 Pfund emittiert. Rückzahlung 1942 bis 1967. Die jüdische Presse weist darauf hin, daß die Juden für den Anleiheidienst mindestens 50 o/o beitragen müssen, indes der größte Teil des Geldes den Arabern zugute kommen wird. Trotzdem die Untersuchung von French gezeigt hat, daß nur ca. 600 Familien durch jüdische Kolonisation „dislociert" wurden, wird 1/4c Million Pfund für deren Wiederansiedlung verwendet werden, indes die jüdische Kolonisation, die Sümpfe in blühendes Land gewandelt hat, nicht einmal eine Steuerbefreiung für die ersten Jahre erzielen konnte. Es ist das erste Mal, daß die Regierung taus Landesmitteln direkt kolonisiert, umsomehr ist es ungerecht, das Geld, das mindestens zur Hälfte von dem einen Bevölkerungsteil stammt, nur für den anderen zu verwenden. Die Aufnahme von 2 Mill. Pfund Anleihe zu 4o/o, indes die Regierung 2x/2 Mill. Pfund Ueberschuß und über 1/2 Million Reserve des Currency Board liegen hat, die nur 1/2—IV20/0 Zinsen tragen, ist an und für sich eine problematische Angelegenheit. Es fragt sich auch, ob die frühere Anleihe, die von England garantiert ist, nicht konvertiert werden könnte, da ä1^ 0/0 ige Comsola ca. 80 stehen, also nicht einmal 3 0/0 tragen, indes Palästina 5 0/0 zahlen muß.