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Palästina · 1934-06-01 · Heft 6-7 (Juni 1934) · p. Seite 266

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
17 (1934)
Issue
Heft 6-7 (Juni 1934)
Article
Der Bericht des Departements für Landwirtschaft und Forste für 1931 u. 1932
Date
1934-06-01
Page
Seite 266 (sequence 5)
Language
German
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neu und Datteln, die dritte in Beisan, für dieselben Früchte und Tafeltratiben/ Außerdem besitzt diese Abteilung eine Anzahl von Deimonstratioinsfeldern. Der Fruchtinspektionsdienst hat 1931/32 66.000 Kisten, 1932/33 62.000 beanständet. An Vieh wurde 1932 geschlachtet (Stackzahl): Rindvieh 41.132, Schafe 146.274, Ziegen 87.987, Kamele 646, Tauben 784. Die Viehzählung im Juli 1932 ergab (in Stück): Rindvieh 159.599, Büffel 7402, Schafe 247.669, Ziegen 380.608, Geflügel 1,172.047. Der Import an Eiern betrug 1931 in Stück: 7,566.998 zu 2,1 Mil, Wert 15.913 Pfund, 1932 18,102.975 zu 1,86 Mü, Wert 34.625 Pfund. Die Aufforstungsarbeit der Regierung umfaßte 1931/32 7.552,1 Dunam, 1932/33 5.676 Dunam. Die Forstreservatfläche betrug am 31. März 1933: 689.335 Dunam. An Setzlingen aus Regierungsbaumschulen wurden verteilt und verkauft? 1931: 856.421 Stück, 1932/33: 961.812. Von jüdischen Mädchenfarmen wurden vom Department 1932/33 258.021 Stück erworben. Die Einnahmen aus Forstbetrieb betrugen 1932*33 aus Forstreservatländereien 852 Pfund, aus privaten Forsten 5418 Pfund. Die Seidenzuchtabteilung berichtet über ihre Anstrengungen zur Entwicklung der Raupenzucht, die an 19 jüdischen und 13 arabischen Schulen eingeführt worden ist. In zwei Jahren pflanzte die Abteilung 41.734 Maulbeerbäume. Rundschau POLITIK. Von Spectator. Wer der Meinung ist, daß das Jüdische Nationalneim nur in stetiger Kooperation der Juden mit der Mandatarmacht und in einer Atmosphäre gegenseitigen Vertrauens vor sich gehen kann, der muß die gegenwärtige politische Situation vom jüdischen Standpunkt als recht ungünstig bezeichnen. In einer Zeit, wo das Wachstum des Jüdischen Nationalheims in einem schnelleren Tempo erfolgt, als es bisher jemals der Fall war, wo die wirtschaftliche Basis sich zu kräftigen scheint und tausende von Juden aller Länder mit Kapital und Arbeitskraft nach Palästina drängen, ist es zwischen England und der jüdischen Oeffentlichkeit zu einer bedauerlichen scharfen Spannung; gekommen. Verschiedene kleinere Gruppen des palästinensischen Judentums haben zwar auch heute noch die Ueberzeugung, daß eine gedeihliche Zusammenarbeit mit England möglich und erstrebenswert ist, die Mehrheit aber scheint sich allmählich der Meinung zugekehrt zu haben, daß man mit scharfen Mitteln und einer erregten Agitation mehr erreichen könne, als durch besonnenes Zusammenwirken. Man sagt nicht zuviel, wenn man behauptet, die heutige Stimmung in Palästina und in weiten Teilen der zionistischen Welt außerhalb Palästinas ausgesprochen antienglisch ist. Die zuerst von den Revisionisten, dann auch von anderen zionistischen Gruppen ausgegebenen Parolen, daß England sein Wort gebrochen habe und dem ganzen Druck der jüdischen Welt ausgesetzt werden müsse, haben in der Praxis sich durchgesetzt^ obwohl die besonnenen Elemente das Bedenkliche und Widerspruchsvolle einer solchen Politik wohl begreifen.

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