Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 17 (1934)
- Issue
- Heft 6-7 (Juni 1934)
- Article
- Tel Aviv - 25 Jahre alt
- Date
- 1934-06-01
- Page
- Seite 233 (sequence 17)
- Language
- German
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(Li den Zahlen von 1926 sind die Arbeitslosen besonders im Bau- 233 gewerbe mit enthalten.) In den Jahren 1930 bis 1933 ist die Zahl der Fabrikarbeiter um mehr als das Zweieinhalbfache, die der Bauarbeiter fast um das Neunf ache gestiegen (1934 haben sich diese Zahlen wieder erheblich erhöht). Aber auch in allen anderen Zweigen stieg die Arbeiterzahl bedeutend. Auf die Leistungen der Arbeiterschaft, ihre Institutionen sowie ihre Lebens- und Arbeitsbedingungen hier einzugehen, würde den Rahmen dieses Aufsatzes, der mehr die allgemeine Entwicklung Tel-Avivs behandelt, weit überspannen. Wir sind damit am Ende dieses allerdings unvollkommenen Ueberblieks (fehlen doch hier z. B. Daten über so wichtige Fakten wie die Entwicklung des Budgets- und Finanzwesens der Stadt, des Schul- und Sanitätswesens, des kulturellen Lebens usw.) angelangt. Eines hat er aber sicher gezeigt: daß Tel-Aviv kein „Wasserkopf" im jüdischen Palästina, sondern ein wirtschaftlich wohl basiertes, national notwendiges, und in jeder Hinsicht vorwärtsstrebendes Gemeinwesen ist, das sich in den nächsten 25 Jahren, treten nicht von außen her außerordentliche Hemmungen auf, in noch viel stärkerem Maße entwickeln wird als in den ersten 25 Jahren seiner Existenz. Das Konjunkturrätsel in Palästina. Von David Horovitz, Tel-Aviv. Die Entwicklung Palästinas bildet vom wirtsehaftlicih - wissenschaftlichen Standpunkt eines der interessantesten Experimente in der Weltwirtschaft. Dieses Experiment kann nicht mit rein quantitativen Maßstäben gemessen werden und gewisse VeraUgemeinerungen können wohl auch auf Basis eines; verhältnismäßig kleinen Ereignisses größere Bedeutung erlangen. In einem Artikel „Die Ursachen der Hochkonjunktur in Palästina" in dieser Zeitschrift, Jahrgang 1932, Heft 12, haben wir die wirtschaftliche Lage im Jahre 1932 analysiert und auf die große Diskrepanz zwischen dem Investitions- und dem Produktionsumfang im Baugewerbe und in den Plantagen, die für den Export produzieren einerseits und zwischen dem Umfange und der Entwicklung der Produktion für die Bedürfnisse des Landes selbst andererseits (Industrie und gemischte Wirtschaft) hingewiesen. Wir haben damals betont, daß in der Wirtschaft unserer Periode die Erklärung wirtschaftlicher Erscheinungen und wirtschaftliche Lösungen nur auf einer paradoxalen Basis, möglich sind. So wirkte sich diese anormale Diskrepanz für die palästinensische Wirtschaft positiv aus, da sie einen zusätzlichen Bedarf geschaffen hatte, ohne gleichzeitig in demselben Maße die Produktion zu erweitern. „Die Aufgabe des ins Land importierten Kapitals auf dem Felde der Steigerung des Konsums ist wichtiger als auf dem Felde der Produktion, da in der ganzen, Welt der Konsum hinter der Produktion zurückbleibt; hier die Produktion