Mannheim
Compact Memory

Palästina · 1934-06-01 · Heft 6-7 (Juni 1934) · p. Seite 231

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
17 (1934)
Issue
Heft 6-7 (Juni 1934)
Article
Tel Aviv - 25 Jahre alt
Date
1934-06-01
Page
Seite 231 (sequence 15)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
95% known words query
IRI
…/2379786-2379916-2379921-2400979--17636-2401231
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

2 entity mentions

Transportgewerbe: 231 Das Transportgewerbe beschäftigte 1922 91, 1925 476, 1931 751 Personen in Tel-Aviv, davon 622 Chauffeure und Kutscher, 111 Träger und 18 Esel- und Kameeltreiber, außerdem 108 bei der Post, 67 bei der Eisenbahn, 23 auf Schiffen Beschäftigte, sowie 11 Sonstige. 1933 sind diese Zahlen bedeutend gestiegen und als Kutscher, Chauffeure und Träger sind heute in Tel-Aviv über 2000 Personen tätig. Von Interesse sind einige Ziffern über die Entwicklung des Auto-Transportgewerbes in Tel-Aviv. Die den gesamten innerstädtischen Autobusverkehr umfassende Kooperative „Hamaawir" beförderte in den Jahren 1924 bis 1928 250.000 Personen im Durchschnittsmonat, in den Jahren 1929 bis 1932 430.000 bis 450.000, im zweiten Halbjahr 1932 dagegen 650.000 bis 700.000. Nichts ist besser geeignet als diese Ziffern, um den Aufschwung Tel-Avivs im letzten Jahr zu charakterisieren. Nicht weniger interessant ist die Tatsache, daß in den drei Monaten Juli bis September 1933 allein mit der Autobuskooperative „Eged", die Tel-Aviv mit Jerusalem, Haifa und Tiberias verbindet (für die Kolonien bestehen besondere Linien), 80.485 Personen Tel- Aviv verließen und 102.326 Personen nach Tel-Aviv kamen, während im ganzen Jahr 1932 nur 51.604 von der Eisenbahnstation Tel- Aviv abfuhren und in den ersten Monaten 1933 53.888. Diese Ziffern zeigen, in wie außerordentlich hohem Maße heute das Auto, das sich in jüdischem Besitz befindet, an Stelle der Eisenbahn, wenigstens für den Personenverkehr, getreten ist. Als drittes Beispiel für die Entwicklung der Stadt seien hier die Abschlüsse derjenigen Banken angeführt, für die authentisches Material in dieser Hinsicht vorliegt, nämlich die jüdischen genossenschaftlichen Banken, die in Palästina bekanntlich besonders entwickelt sind (während die privaten Banken leider ihr gesamtes Material in einen Schleier undurchdringlichen Geheimnisses hüllen*). Die genossenschaftlichen Banken, die ihren Mitgliedern in mannigfacher Weise zur Hilfe kommen (Bau- und andere produktive Kredite, Sparkonten usw.) zeigten von 1929 bis Juli 1933 folgende Entwicklung: Die jüdischen genossenschaftlichen Kreditbanken Tel Avivs von 1929 bis 1933: Mitgliederzahl Aktien Reserven Sparsummen Anleihen und Depositen 1929 453 793 — 3.336 4.283 1931 14.550 65.712 19.127 427.076 444.772 1932 16.264 78.204 30.870 801.919 750.050 1933 19.860 85.445 31.788 1,058.337 914.779 (bis 1. Juli) *) Ueber diese siehe den Artikel von Dr. K. Grünwald: „Bank- und Kreditwesen in Tel-Aviv" in Nr. 4/5 dieser Zeitschrift. — Die Red.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.