Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 17 (1934)
- Issue
- Heft 6-7 (Juni 1934)
- Article
- Tel Aviv - 25 Jahre alt
- Date
- 1934-06-01
- Page
- Seite 229 (sequence 13)
- Language
- German
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81,8%, in Bialystock 63,7<y0, in Tel-Aviv dagegen nur 22,4<>/o. Um- 229 gekehrt liegen die Ziffern in den der Urproduktion näheren, „schwereren" Industrien: in Warschau waren 16,7% im Metall-, Holz- und Baumaterialiengewerbe tätig, in Lodz 7,4%, in Bialystock 19,0%; in Tel-Aviv dagegen 41,2%, ohne die auf Bauten Beschäftigten, die die polnische Zählung einschließt, Die Ziffern aus Polen stammen zwar aus dem Jahre 1921, aber es ist nicht anzunehmen, daß sich in den letzten Jahren eine Besserung gerade in dieser Hinsicht angebahnt haben sollte. Alle diese Ziffern beweisen wiederum den Produktivierungsprozeß des jüdischen Volkes, der auch in der Stadt und nicht nur auf dem Lande vor sich geht, c) Handel. Die Bedeutung Tel-Avivs als Handelszentrum ist in den letzten Jahren in immer steigendem Maße gewachsen; ein großer Teil der früher in Jaffa gelegenen Geschäfte, besonders auch der Großhandels-Betriebe, siedelte nach Tel-Aviv über, und der Handel in Stoffen aller Art, Baumaterialien, Eisen, Holz usw. befindet sich heute ganz und gar in jüdischen Händen (auch für den arabischen Markt); der Handel mit Mehl und anderen Nahrungsmitteln zu einem erheblichen Teil. Die Bedeutung des jüdischen Engros-Handels zeigt die letzte Zählung in dieser Hinsicht (1930 bis 1931); und seitdem ist diese Bedeutung zweifellos noch gestiegen. Zahl der jüdischen Zahl der Umsatz Engros-Handelsbetriebe Beschäftigten Im ganzen Land 209 760 3,785.152 Davon: in Tel-Aviv 150 599 3,210.074 Diese Zahlen zeigen, daß 71,8% aller jüdischen Großhandelsbetriebe, 78,8% aller Beschäftigten und 84,1 o/o des Umsatzes in Tel-Aviv konzentriert waren. Der Umsatz in den Hauptzweigen betrug: Orangenhandel 1,609.000, Nahrungsmittelhandel 980.000, Baumaterialienhandel 349.000, sowie Stoff handel 211.000 Pfund. Der Detail-Handel verteilte sich nach derselben Zählung (1930/31) auf 1179 Läden; der Umsatz betrug damals 1,365.154, die Zahl der Beschäftigten: 2472, das investierte Kapital: 182.673 Pfd. An erster Stelle standen die Nahrungsmittelgeschäfte (623), dann die Manufaktur- und Galanteriewaren-Geschäfte (164), die Speisehäuser und Restaurants (151), Haushaltungsgeschäfte (54) usw. Nach den von der Stadtverwaltung ausgegebenen Erlaubnisscheinen war die Zahl der Detailgeschäfte 1933 auf 1853 gestiegen, davon 974 Lebensmittelgeschäfte, 263 Speisehäuser, 217 Galanterie- und Manufakturwarengeschäfte, 91 Haushaltungsgeschäfte, 79 Apotheken; der Rest verteilt sich auf Verschiedenes. Insgesamt ernährten sich 1931 15,5% aller Einwohner Tel-Avivs vom Handel. Daß diese Zahlen keineswegs übermäßig sind, zeigt ein Vergleich der im Handel und Verkehr Beschäftigten in verschiedenen Ländern, mit denen Tel-Avivs (wobei in Betracht zu ziehen ist, daß dieser Prozentsatz in einer Stadt größer ist als in einem ganzen Land).