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Palästina · 1934-06-01 · Heft 6-7 (Juni 1934) · p. Seite 221

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
17 (1934)
Issue
Heft 6-7 (Juni 1934)
Article
Tel Aviv - 25 Jahre alt
Date
1934-06-01
Page
Seite 221 (sequence 5)
Language
German
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Dienstes. Die zur Straßensprengung benützte Wassermenge hat 22X sich gegenüber 1927 vervierfacht; dagegen sind die Ausgaben der Stadt für diese Abteilung nicht in genügender Proportion zur Wichtigkeit des Dienstes gestiegen. f) Elektrizitätsdienst. Die folgende Tabelle zeigt die in Tel-Aviv verbrauchte Elektrizitätsmenge seit 1924. Hausbeleuchtung Industrie Straßenbeleuchtung Wasser Summe 1924 12.967 3.786 4.624 7.373 28.750 1925 27.095 96.894 5.000 35.687 154.816 1927 422.753 267.579 30.6,68 471.595 1,192.597 1930 512.121 694.606 51.910 488.698 1,747.426 3,126.133 1932 808.742 1,674.060 82.672 560.657 Die gesamte verbrauchte Elektrizitätsmenge hat sich also von 1927 bis 1932 fast verdreifacht (es ist keine Frage, daß 1933 auch in dieser Hinsicht ein Rekord jähr darstellt); allein der Verbrauch für Industriezwecke hat sich versechsfacht; statt 22% (1927) werden jetzt 47% für Industriezwecke verbraucht. 70% des vom Jordanwerk für das ganze Land außer Jerusalem gelieferte^ Stroms fällt heute auf Tel-Aviv. Das Straßenbeleuchtungsnete* ist von 12.000 Metern (1923) auf 48.000 (1932) (um 300%) gestiegen, die Zahl der Straßenlampen von 153 auf 603 (um 294%). II. Die Bevölkerungsbewegung in Tel-Aviv. a) Allgemeines Wachstum der Bevölkerung. Das Wachstum Tel-Avivs innerhalb von 25 Jahren ist eine der ungewöhnlichsten Tatsachen der Nachkriegsentwicklung nicht nur in Palästina sondern in der ganzen Welt. In Wirklichkeit begann Tel-Aviv erst nach dem Kriege, nach dem Mai 1921, zu einer Stadt im wahren Sinne des Wortes zu werden, so daß eine wirkliche, große Bevölkerungszunahme von 3000 auf 80.000 erst innerhalb der letzten 12 bis 13 Jahre zu verzeichnen ist, wozu noch ca. 12.000 Juden in Jaffa, die ökonomisch zu Tel-Aviv gehören, kommen. Diese Stadt von ca. 100.000 Juden ist das Zentrum einer landwirtschaftlichen jüdischen Bevölkerung von über 40.000 Menschen. In der Dizengoff-Jubiläums-Nummer von „Palestine and Near East" April 1931, habe ich über diesen Entwicklungsprozeß Tel-Avivs geschrieben; „Die Schaffung von Tel-Aviv ist eine der hervorragendsten Taten der jüdischen Palästinakolonisation. Sie steht auf gleicher Stufe mit der Verwandlung der von Fieber durchseuchten Flächen im Emek in fruchtbare Felder und blühende Dörfer, mit der Verwandlung von 60.000 Dunam Sandfläche in fruchttragende Gärten, mit der Drainage des Kabbarasumpfes und der Nutzbarmachung des Jordans und ist typisch für den Wagemut und den Unternehmungsgeist der jüdischen Aufbauarbeit.

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