Mannheim
Compact Memory

Palästina · 1934-04-01 · Heft 4-5 (April 1934) · p. Seite 215

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
17 (1934)
Issue
Heft 4-5 (April 1934)
Article
[Rezension] / M. S.
Date
1934-04-01
Page
Seite 215 (sequence 2)
Language
German
Belongs to
spine
OCR quality
97% known words query
IRI
…/2379786-2379916-2379920--17604-2400858
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

ten des Judentums weisen. Es sei hier nur beispielsweise auf Band 4 besonders verwiesen .„Hundert chassidische Geschichten", ausgewählt von Martin Buber, dem Mann, der zu tiefst in die Geheimnisse und die Schönheit der chassidischen Welt eingedrungen ist. Beim Durchblättern des dünnen Büchleins steigen Worte in der Erinnerung ajif, die einst Bi'alik beim Erscheinen der ersten hebräischen Gesamtausgabe von Mendele geschrieben hat und die, rutatis mutandis,, für diese Publikation etwa so lauten mußten: „Unwillkürlich zieht es die Hand,, diesen Band zu heben und sein Gewicht zu versuchen — so schwer an Wert erscheint er dem,, der «ein inner.es Gewicht kennt und weiß, wieviel schöpferische Kraft in ihm versenkt ist. Um seine Schwere zu verspürenj muß man nicht alle Schriften der Chassidim auf die flache Hand legen — es genügt ein Blatt^ ja selbst wenige Zeilen. Ein kleiner Teil von ihnen gilt so viel wie sie alle. Das innere, qualitative Gewicht wird durch Teilung nicht vermindert; wessen Gewichtssinn intakt ist, der wird es sogleich empfinden." Es gilt wohl für alle fünf vorliegenden Bände^ daß sie „schwer an Wert" sind. m. s. Palestine. Supplement to „The Near East and India" zu Heft 19, IV. 1934, London. — Diese bekannte offiziöse englische Wochenschrift gab anläßlich der Levantemesse ein schön ausgestattetes und illustriertes Sonderheft heraus. Die Artikel behandeln Industrie, Handel, Landwirtschaft, Sanität etc. und sind zum großen Teil von englischen Beamten geschrieben. Im Leitartikel sagt die Redaktion,, daß nach dem Kriege die Bedingungen für einen Aufbau in Palästina die denkbar schlechtesten gewesen seien — umsomehr sei der heutige Wohlstand dort bemerkenswert. Die Schwierigkeiten liegen heute auf politischem Gebiet. Doch wächst bei Juden und Arabern der Verständigungswille. Die Regierung muß zwischen beiden das Gleichgewicht (balance) herstellen;, selbst wenn ein gesetzgebender Rat kommen wird. Die Redaktion läßt erkennen,, daß sie nicht ohne Sorgen die überstürzte wirtschaftliche Entwicklung betrachtet und spricht von der Notwendigkeit einer Verdauungspause. Von Interesse ist, daß sie, die politisch gut informiert ist, über Tranjsh Jordanien sagt, daß dieses Land nicht dauernd von dem wirtschaftlichen Auf-» schwung Palästinas ausgeschlossen sein kanna nur dürfte man nichts überstürzen. Dies deutet an, daß die Regierung anfängt, sich mit dem Gedanken einer jüdischen Tätigkeit in Transjordanien abzufinden. — Die Artikel sind alle sehr objektiv gehalten und instruktiv. Das jüdische Werk in Palästina nimmt den größten Teil des Textes ein, der A. P. B., der PLDC., dem Rutenbergwerk, der Zionistischen Kolonisation, der Hannothea, der Hadassah, sind spezielle Artikel gewidmet, die Inserate stammen ausschließlich von jüdischen Gesellschaften. Das Heft wird eröffnet durch ein Vorwort des Oberkommissärs, der auf den wirtschaftlichen Aufschwung des Landes hinweist, sowie durch Botschaften von Lord Melchett, Weizmann und Brodetzky. Im Hauptblatt sagt die Redaktion, daß man denen, welche an dem Aufschwung des Landes das Hauptverdienst zufällt, volle Anerkennung zollen muß. Wenn auch nicht anzunehmen wäre, daß die Prosperiät unverändert anhalten werde, so zeigen doch die Tatsachen, daß der Wohlstand Palästinas auf gesunden Grundlagen ruht. a. b.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.