Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 17 (1934)
- Issue
- Heft 4-5 (April 1934)
- Article
- Übernahme des Gesundheitswesens durch die Judenschaft Palästinas [Nachricht]
- Date
- 1934-04-01
- Page
- Seite 211 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Fragen, die den Gesundheitszustand der verschiedenen Kreise des Jischuw? 211 betreffen, befassen soll. Derzeit besteht ein elfgliedrdges „Wajad Habrijuth", in dem der Waad Leumi durch acht Delegierte, die Hadassah, die Rupatib Cholim und die Histadruth durch je ein Mitglied vertreten sind. Jüdische Aerzte. Neuerdings sind 63 jüdische Aerzte und 18 Zahnärzte (größtenteils aus Deutschland) zur Praxis zugelassen worden. Insgesamt sind bis jetzt 1424 ärztliche und 451 zahnärztliche Lizenzen ausgegeben worden. Der Verband arabischer Aerzte hat gegen den andauernden Zustrom jüdischer Aerzte beim Oberkommissär protestiert. In der „Jüdischen Rundschau" Nr. 23 wird das Problem der Ueberfüllung Palästinas mit Aerzten besprochen. Es wird darauf hingewiesen, daß auch dort die Krankenkassen und -Vereine zunehmen und daß die Privatpraxis dadurch eingeengt wird. Die Regierung beschäftigt fast gar keine Juden. Es gibt aber Möglichkeiten den Arbeitskreis der Aerzte zu erweitern: Bei der Jewish Agency gibt es keine ärztliche Beratung für die Kolonisation., die Gesundheitsfürsorge ist zersplittert, die Behandlung Unbemittelter geht meist auf Kosten der Aerzte usw. Die Bestrebungen Palästinas zu einem Kurzentrum zu machen, müssen im Zusammenwirken von Regierung und jüdischen Kreisen verwirklicht werden. Die Stellung der Aerzte müßte durch Zwangsorganisationen gehoben werden. Die Regierung beabsichtigt angeblich, daß in Zukunft nur noch palästinensischen Bürgern die Erlaubnis zur Ausübung der ärztlichen Praxis gegeben werden soll. Damit würde allen neueinwandernden Aerzten die Ausübung dieses Berufes durch zwei Jahre unmöglich gemacht werden. Volkskrankenkassa. Eine solche wurde gegründet, um ähnlich wie die Kupath Cholim der Arbeiterschaft auch Mitgliedern anderer Stände, namentlich in den Kolonien, die Vorteile des Krankenkassenwesens zu vermitteln. VERSCHIEDENE NACHRICHTEN. ProduktionsstaÜistik. Eine solche existiert in Palästina noch nicht. Sie wäre schon deshalb wichtig, um nachzuweisen, welch hohen Anteil die Juden an der Gesamtproduktion des Landes besitzen. Eine Schätzung, die keinen Anspruch auf Exaktheit macht, ist in den „Palästina Nachrichten" enthalten. Sie kommt auf einen Produktionswert von 12^2 kis 14 Millionen Pfund und zwar: Gewerbe und Industrie 31/2—4 Mill. Pfund Pflanzungen 21/2 „ 9y Gemischte Landwirtschaft 3 —B1/2 „ „ Bau 3I/2—4 Die Einreihung der Bauwirtschaft ist natürlich nur vom Gesichtspunkt der Geldinvestition und des Wertes der Häuser gerechtfertigt. Trumpeldor-Denkmal. Dieses von Prof. A. Melnikow geschaffene Denkmal (Löwe von Tel-Chai) wurde kürzlich in Kfar Giladi enthüllt. Es wurden zahlreiche Expeditionen von Schulen und Parteien zu diesem Denkmal veranstaltet.