Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 17 (1934)
- Issue
- Heft 4-5 (April 1934)
- Article
- Der Stand der Arbeit [Nachricht]
- Date
- 1934-04-01
- Page
- Seite 210 (sequence 3)
- Language
- German
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Unter den Studenten befinden sich auch eine Reihe von Mohammedanern und Christen. Die Absolventen, zirka 50, haben bisher mühelos im Lande, aber auch in den übrigen orientalischen Ländern Stellungen gefunden. Die Pläne der Universität in der allernächsten Zeit betreffen vor allem den Ausbau der landwirtschaftlichen Fakultät; die Eröffnung des landwirtschaftliehen Instituts, das unter Leitung Prof. Weizmanns stehen wird, und dessen Bedeutung für Palästina als Agrikulturland besonders groß ist, hat am 3. April in Rechobot stattgefunden. Als nächste Station ist an die Errichtung eines medizinischen Zentrums an der Universität gedacht, Auch die Vorbereitungsarbeiten dafür machen dank des speziellen Inter- Vesses amerikanischer Kreise große Fortschritte. Es isit dabei an den Bau eines Universitäts-Hospitals und an die Errichtung eines Tropen-Institutes1 gedacht, das der Erforschung der Krankheiten Palästinas und des Orients, ajber auch der wissenschaftlichen Fortbildung der Aerzte im Lande dienen soll. Einige Institute sind bereits vorhanden, die nur ausgebaut werden müssen und die gemeinsam mit den oben erwähnten Instituten später einmal die medizinische Fakultät bilden werden. Als weiterer Schritt ist die Errichtung von Lehrstühlen für Pädagogik und Psychologie geplant, die viel zur Erhöhung des Standes der Erziehung im Lande beitragen werden. Die Hebräische Universität veranstaltet auch Kurse außerhalb Jerusalems, so einen von 300 Akademikern besuchten in Tel-Aviv. Diese Volkshochschule soll in nächster Zeit weiter ausgebaut werden, um den Hörerkreis der im Berufsleben Stehenden zu vergrößern. Die palästinensische Regierung hat in ihrem heurigen Budget erstmalig eine Posten für die hebräische Universität eingesetzt. .Wenn dieser auch noch im Verhältnis zu den Erfordernissen der Universität recht klein ist, so zeigt er jedoch, daß die Regierung ihren Posten als Beobachterin verlassen und zur direkten Aberkennung und Unterstützung der Universität übergegangen ist. — Ein Subvention erhält die hebräische Universität auch von der italienischen Regierung für den Lehrstuhl für romanische Sprachen und romanische PhEologie. W Für die nächste Zeit ist jedoch die hebräisqhe Universität in Jerusalem weiterhin im wesentlichen auf ihre eigenen Kräfte, d. h. auf die Mitarbeit aller ihrer Freunde angewiesen. Organisationen der Freunde der Universität bestehen bereits in Amerika,, Palästina, England, Schweiz, Holland, Polen, Deutschland und Italien. SANITAET. Debernatome des Gesundheitswesens durch die Judenschaft Palästinas. Wie die „Ita" meldet, wird im laufenden Jahr der Jischuw die Erhaltung des gesamten Gesundheitswesens übernehmen. Die Beiträge ausländischer Organisationen und des Keren Hajessod für Krankenfürsorge und Gesundheitswesen in Palästina betrugen in den letzten fünf Jahren insgesamt etwa 100.000 Pfund. Die amerikanische Frauenorganisation „Hadassah" hat zu dieser Summe etwa 80.000 Pfund beigetragen. In diesem Jahre wird sich die „Hadassah" nur mit 25.000 Dollar an der Erhaltung ihrer eigenen Anstalten in Palästina beteiligen. Der Keren Hajessod stellt die Subventionierung der Krankenkasse vollständig ein. Es soll jetzt ein besonderer Landesgesundheitsrat geschaffen werden; der sich mit allen