Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 17 (1934)
- Issue
- Heft 4-5 (April 1934)
- Article
- Industrie in der Haifabay [Nachricht]
- Date
- 1934-04-01
- Page
- Seite 207 (sequence 1)
- Language
- German
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Industrie in der Haifabay. Der KKL. hat weiteren 21 Industriellen Boden in Pacht gegeben. Es 'handelt sich um Betriebe für Baubedarfsarti-kel> Zementröhren, Wohnungseinrichtungen, Werkzeuge, eine Gerberei) u. a.. m. Eine Marmorschleiferei und eine Stahlrohrmöbelfabrik arbeiten bereits. Die große Silikatfabrik ist in Fertigstellung und wird die Arbeit ehest aufnehmen. Eine der größten Fabriken wird die auf 50 Dunam KKL.-Boden erstehende große Metallgießerei J. Karminer mit 30.000 Pfund Anlagekapital sein, deren Fertigstellung zirka 100 Arbeiter durch ein Jahr beschäftigen wird. Zementrohrenkartell. Die Fabriken für Zementröhren haben ein Kartell geschlossen, da die Ueberproduktion und die Konkurrenz der Eisenröhren ihre Lage prekär gestaltete. Die Preise wurden mit 71/2 bis 10 Piaster ab Fabrik festgesetzt. HANDEL UND KONSUM. Hamas chbir. Diese Arbeiterkonsumzentrale (hatte 1933 einen Umsatz von 122.788 Pfund (Vorjahr 89.360 Pfund). Von den verkauften Produkten stammten 431/2°/o aus dem Lande selbst. Großhandelsindex. 1932 100o/0. 1932 Oktober 99,4 November 95,4 Dezember 95,6 Lebenskostenindex. 1922 100o/0. 1933 Oktober 55,7 November 56,0 Dezember 57,7 KREDIT. Industriekreditbank. Soeben wurde durch die APB. sowie einer Reihe von Finanzleuten die „The Industrial and Financial Corporation of Palestine Ltd." gegründet. Vorsitz S. Hoofien, Geschäftsleiter Emanuel Newman, Aktienkapital 100.000 Pfund, davon eingezahlt vorläufig 50.000 Pfund. ARBEIT. Arbeiternlangel. Dieser macht sich immer stärker fühlbar und alle ankommenden Chaluzim werden sofort an die Arbeitsplätze dirigiert. Zu den Ferien wurden wieder die Schüler in die Kolonien entsendet;, die Histadruth vermochte auch,, daß vorübergehend Arbeiter zur Pflücke vom Bau in die Kolonien gehen, trotzdem sie dort nur die Hälfte verdienen. Insgesamt wurden von beiden Gruppen 21.000 Arbeitstage geleistet. Aber ohne stärkere Einwanderung ist der Arbeitermangel nicht zu beheben. Nach wie vor strömen Araber aus allen Nachbargebieten nach Palästina, um die Arbeitsgelegenheit zu nützen. Gegen arabische Arbeit. Die jüdische Bevölkerung Kfar Sabas hat sich einmütig gegen Verwendung arabischer Arbeiter durch einige Pflanzer er-