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Palästina · 1934-04-01 · Heft 4-5 (April 1934) · p. Seite 201

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
17 (1934)
Issue
Heft 4-5 (April 1934)
Article
Extensive oder intensive Hofwirtschaft? [Nachricht]
Date
1934-04-01
Page
Seite 201 (sequence 2)
Language
German
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IRI
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Haupteinnahmeposten des Bauern bilden. Unter diesen Umständen ist es für den Bauer besser^ an Stelle einer Rassekuh, die 50 Pfuind kostet, 5—6 arabische Kühe zu besitzen. Besonders aber im Galil, wo genügend Weideland zur Verfügung steht, ist die Verdrängung der arabischen Kühe durch die Rassekuh nich vorteilhaft. Die Milchprodukte sind überdies abhängig vom Markt und von der Konkurrenz, der Fleischbedarf und die Nadhfrage nach einheimischen Arbeitstieren ist dagegen beständig. Tagung des Pflanzerverbandes. Der Verband der jüdischen Landwirte hielt unter Vorsitz von Moses Smilansky seine diesjährige Tagung ab. Dieser wies darauf hin, daß heute schon so viel Zitrus gepflanzt ist, daß in einigen Jahren mit einer Ernte von 20 Milliomiem Kisten zu rechnjen istj. Er erwähnte die1 Schwierigkeiten, mit denen die Erweiterung der Landwirtschaft verbunden ist und sprach die Hoffnung aus, daß durch die Regengüsse in diesem Winter eine gute Ernte zu erwarten ist. Die jüdische Kolonisation ihabe dem Land und den Arabern riesige Vorteile gebracht und die Siedlungskapazität vervielfachte In den dem Verbände angeschlossenen Kolonien leben 50.000 Menschen, von ihnen sind 15.000 jüdische Arbeiter. Außerdem werden 5000 arabische Arbeiter beschäftigt. Es waren 180 Delegierte vertreten. Die Verhandlungen erstreckten sich auf fachliche und organisatorische Fragen. Die Frage der Landwirtschaftsbank« In „Boust'nai" Nr. 47 bespricht Smilansky diese Frage. (Bekanntlich hatte die Farmerorganisation den Plan der Gründung einer Landwirtschaftsbank schon vor mehr als einem Jahr gefaßt, siehe Jahrgang 1933, Seite 124. Die Verwirklichung des Planes steht angeblich bevor.) Die Bereitstellung langfristigen landwirtschaftlichen Kredites wäre ihre Aufgabe. Die jüdischen Pflanzungen erstrecken sich heute auf ca. 120,000 Dunam. Schätzungsweise sind nur 25o/o von allen Gärten ohne fremdes Geld angelegt worden. 25 o/o schulden nur geringe Summen und sind nicht belastet, 50o/o schulden größere Summen und sind mit Hypotheken belastet. Die langfristige Belastung der Pardessim ist auf iy2 Millionen Pfund zu schätzen. Die Landwirtschaft, die nicht auf Pardessim gestellt ist, schuldet außerdem (abgesehen von den Schulden an die Ansiedlungsgesellschaften) 200.000 Pfund. Demgegenüber schätzt Smilansky den Wert des landwirtschaftlichen Besitzes in Pardessim auf 7x/2 Millionen Pfund. Wenn man von dem Wert der Pardessim jenen der unbelasteten Gärten abzieht, bleiben sechs Millionen Pfund plus eine Million andere Landwirtschaft, also sieben Millionen Pfund. Die Landbank könnte natürlich nicht von Anfang an alle Kreditbedürfnisse befriedigen, resp. die vorhandenen Kredite übernehmen. Sie müßte damit anfangen, Kredite auf noch unbelastete Pardessim, so weit solche gebraucht werden, zu geben, welchen Bedarf man mit einer halben Million Pfund schätzen kann, sodann müßte sie jene Hypotheken ablösen, die zu hohen Zinsen oder für zu kurze Zeit gegeben worden waren. Hiefür wären eine Million Pfund nötig. Und schließlich müßte sie Darlehen für neue Pflanzungen gewähren. Durch langfristige Anleihen könnte auch der dringend nötige Wohnungs- und Straßenbau in den landwirtschaftlichen Siedlungen beschleunigt werden. Zum Bodenerwerb soll die Bank keine Kredite geben. Wenn so viel von Ansiedlung des „Mittelstandes" gesprochen wird, so muß man die Bedingungen dazu schaffen: Bereitstellung von Boden zu mäßigem Preis und landwirtschaftlichen Kredit.

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