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Palästina · 1934-04-01 · Heft 4-5 (April 1934) · p. Seite 199

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
17 (1934)
Issue
Heft 4-5 (April 1934)
Article
Das neue landwirtschaftlich-chemische Institut [Nachricht]
Date
1934-04-01
Page
Seite 199 (sequence 2)
Language
German
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Der High Commissioner übermittelte die Glückwünsche des Kolonienministers. Bodenkäule. Die Gruppe Ing. Löwy-Rosenblatt erwarb aus ägyptischem Besitz 4000 Dunam bei Semach und 2000 Dunam an der Straße Haifa-Tiberias, 140 Dunam bei Hadar Hakarmel, 200 Dunam am Kischon, 100 bei Bath Galim und 400 bei Tiberias. Die arabische Presse berichtet, daß eine jüdische Gruppe den Besitz Beteicha, östliclh. des Tiberiasees (Syrien), ca. 70.000 Dunam, zu 160.000 türkische Gold-Pfund gekauft habe. Wir bemerken hiezu, daß uns zahlreiche Fälle von eingeleiteten Bodenkäufen durch Juden und jüdische Institutionen gemeldet wurden. Wir halten es nicht für richtig, darüber Mitteilungen zu veröffentlichen, bevor die Käufe perfekt geworden sind. Die arabische Presse» schlägt ihrerseits sofort Lärm, wenn irgendwo Kaufverhandlungen auch nur eingeleitet worden sind. Der erwähnte Kauf ist schon lange im Zuge, ob er tatsächlich schon abgeschlossen ist, kann nicht nachgeprüft werden. Von informierter Seite wird der Abschluß energisch dementijetrt. Von dem Boden soll nur zirka ein Drittel bewässerbar sein. In Palästina zeigte es sich in letzter Zeit, daß private jüdische Gruppen* Interesse an Böden nehmen, über die jüdische Institutionen verhandeln, denen* damit der Ankauf erschwert wird. Die Zentralisation des gesamten Bodenkaufs bleibt nach wie vor eine ungelöste aber dringend wichtige Frage. Das Schicksal der Kolonien im Galil. In „Boust'nai" Nr. 42 schreibt M. Smilansky über dieses Thema. Er erinnert daran, daß diese Kolonien der Pica ursprünglich auf unbewässerten Getreidebau gestellt waren, der nirgends in der Welt und auch nicht in Palästina sich rentiert hat. Die Landflucht aus den galiläischen Siedlungen war daher bis in die letzte Zeit sehr groß. In letzter Zeit hat sich die Lage geändert, da Wasser gefunden worden ist und auch andere günstige Momente vorhanden sind. Am Eingang zu Untergaliläa befinden sich die heißen Quellen von Tiberias, deren Entwicklung jedenfalls einen guten Markt für die Produkte der Siedlungen schaffen wird. Und das obere Galil ist mit dem Chulegebiet verknüpft, das doch in absehbarer Zeit saniert werden und ein Siedlungsgebiet für tausende Familien bilden wird, was jenen Kolonien zum Segen gereichen würde. Ebenso wird ihnen die Entwicklung von Haifa nützen. Ferner brauchen die Siedlungen von Galil, da die philanthropischen Methoden versagen, eine Blutauffrischung durch neue Menschen und neue Mittel. Die Ansiedlung muß auf Basis gemischter Wirtschaft geschehen, weil das Klima für Pardessim nicht geeignet ist. Die Frage ist, ob das private Kapital sich dafür interessieren wird. Bisher hat dieses sich noch nicht für Anlagen in gemischter Wirtschaft erwärmt, aber dies müßte durch geschickte Organisation ermöglicht werden. Denn es handelt sich nicht um Kapitalisten mit tausenden Pfunden, sondern um selbstarbeitenden Mittelstand, der so viel besitzt, um auch Sicherheit für Kredit zu bieten. Für diesen sind bei der* gemischten Wirtschaft in Galil sehr gute Bedingungen für eine gesicherte Existenz vorhanden. „Galil" Ansiedlungsgenossenschaft. Anschließend an obige Ausführungen Smilanskys bemerken wir, daß wir schon in Nr. 2/3, Seite 112 Versuche, durch Neusiedlung die Kolonien im Galil zu beleben, erwähnt haben. Inzwischen hat

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