Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 17 (1934)
- Issue
- Heft 4-5 (April 1934)
- Article
- Öffentliche Finanzen [Nachricht]
- Date
- 1934-04-01
- Page
- Seite 192 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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Oeff entliehe Finanzen. In den 10 Monaten des Bilanzjahres 1. April 1933 bis 31. Jänner 1934 betrugen in pal. Pfund die Einnahmen 3,204.739, die Ausgaben 2,096.288, der Ueberschuß 1,108.451, wodurch sich der Gesamtüberschuß in den Kassen der Regierung per 31. Jänner auf 2,341.746 pal. Pfund erhöbte. Einer weiteren Meldung ist zu entnehmen, daß die Gesamteinnahmen im Budgetjahr 1933/34: 3,531.22 betrugen und an dessen Ende (1. April 1934) der Ueberschuß 2,458.732 Pfund betrug. Anleihe und Steuernachlaß an die Fellachejn. Der Oberkommissär bestimmte, daß weitere 4.500 Pfund an die arabischen Dörfer im Norddistrikt und im Bezirk Jerusalem als Anleihe gegeben werden, zwecks Ankauf von Futter und. Saatgut. Die Fellachen dieser Bezirke haben durch die Trockenheit sehr gelitten und viel Vieh verloren. An Steuern und Schuldraten wurjden den Fellachen neuerdings 96.000 Pfund erlassen. Ferner wurden 16.800 Pfund zur Verbesserung der Straßen ausgesetzt, wobei die Fellachen Beschäftigung erhalten sollen. Neuer Einwanderungsdirektor. An Stelle des zurücktretenden Mr. A. M. Hyamson (einem Juden) übernahm der Vize-Chefsekretär der Regierung, Mr. Erik Mills am 27. März das Immigrations-Department. Neuer Generalstaatsanwalt. An Stelle des durch einen Autounfall tödlich verunglückten Generalstaatsanwalt Elliot wurde der arabische Beamte Musa El Alami ernannt. Die Frage des einheitlichen Rahbinats. Die Regierung hat einen Entwurf über die einheitliche Leitung des Rabbinats ausgearbeitet und dem Waad Leumi sowie der Agudas Isroel zugestellt. JEWISH AGENCY. Die Tagung des Aktionskomitees. Zum erstenmal fand eine solche in Jerusalem im Amtsgebäude der Zionistischen Exekutive statt. Sie dauerte vom 25. März bis 5. April. Die Exekutive blieb unverändert. Es wurden verschiedene Beschlüsse über die Zusammensetzung der Palästinaämter gefaßt, die Exekutive zur Aufnahme einer Anleihe ermächtigt, einige politische Resolutionen gefaßt (gegen Einführung einer Einkommensteuer, für Legalisierung aller in Palästina lebender Juden, für Erleichterung der Einwanderungsbestimmungen usw.), ferner beschlossen, ein obligatorisches Schiedsgericht für Streitfälle zwischen Arbeitgebern und -nehmern sowie paritätische Arbeitsbüros mit einer Zentrale zu schaffen. Zur Vorbereitung des nächsten Kongresses wurde eine Studienkommission eingesetzt. (Siehe auch Rundschau „Jewish Agency".) Dr. Weizmann hatte auf der Tagung über die Ansiedlung deutscher Juden referiert und zur Einigkeit gemahnt. Weizmann in Palästina. Prof. Weizmann ist seit Ende Februar an im Lande5 wo er das neue chemische Institut eröffnet hat. (Siehe Landwirtschaft und Kolonisation.) Er hielt mehrere Reden, in denen er die Heftigkeit der Parteistreitigkeiten verurteilte und zur Einigkeit mahnte. Auch auf der Tagung der A. C. sprach er in diesem Sinne (siehe obige Notiz). 192