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Palästina · 1934-04-01 · Heft 4-5 (April 1934) · p. Seite 153

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
17 (1934)
Issue
Heft 4-5 (April 1934)
Article
Die Einwanderung des Jahres 1933
Date
1934-04-01
Page
Seite 153 (sequence 2)
Language
German
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sehen Volkszählung (im November 1931) von revisionistischer Seite aus politischen Gründen die Parole ausgegeben wurde, den Census zu boykottieren, während sich manche arabischen Fellachen und Beduinen aus Furcht vor angeblicher Einziehung zum Militär vor der Zählung „drückten". Hatte es sich damals nur um einige Hunderte gehandelt, so haben heute mehrere! Tausende ein durchaus begründetes Interesse daran, sich für die Behörden möglichst unsichtbar zu machen. Es sind dies die sogenannten „illegalen Einwanderer", d. h. Touristen, die mit der Absicht ins Land gekommen sind, Arbeit zu finden, und aulch Arbeit gefunden haben, die es aber verabsäumt haben, innerhalb der vorgeschriebenen Dreimonatsfrist um ihre Legalisierung nachzusuchen, oder deren Gesuche bei der unerhört schleppenden Geschäftsführung des Einwanderungsdepartments noch nicht erledigt sind, während die Zahl der wirklichen „Illegalen", d. h. von Leuten, die sich irgendwie über die Grenze geschlichen haben, unter Juden verhältnismäßig gering ist, dagegen recht bedeutend unter den Arabern aus den Nachbarländern (man spricht von einigen Tausenden), die die glänzenden Arbeitsbedingungen) Palästinas herbeigelockt haben. Die Zahl der jüdischen „Illegalen" wird auf 8000 bis 15.000 geschätzt, eine Spanne, die jede einigermaßen genaue statistische Erfassung .einfach unmöglich macht. Immerhin darf man ganz vorsichtig mit etwa 10.000 illegalen jüdischen Einwanderern rechnen, die zusammen mit den 30.000 von der Regierung erfaßten Immigranten eine Einwanderung von mindestens 40.000 Juden für 1933 ergeben. Die Einwanderung naich Herkunftsländern. Eine Analyse der Einwanderung des vergangenen Jahres kann natürlich nur auf Grund der von der Regierung monatlich in der „Palestine Gazette" veröffentlichen Zahlen vorgenommen werden und muß die illegalen Einwanderer unberücksichtigt lassen. Aber auch so ergeben sich interessante Ergebnisse. Eine der interessantesten Fragen ist die der Herkunftsländer. Der Einfachheit halber haben wir die jüdische Welt in sieben Zentren wie folgt eingeteilt: I. Mitteleuropa: Deutschland, Danzig, Oesterreich, Tschechoslowakei. II. Ostieuropa: Finnland, Estland, Lettland, Litauen, Rußland, Polen, Rumänien. III. Balkan und Südieuropa: Bulgarien, Griechenland, Ungarn, Italien, Jugoslawien, Spanien und Portugal. IV. West- und Nordeuropa: Belgien, Frankreich, Holland, Schweiz und Skandinavien. V. Asiien und Nordafrika: Türkei, Aden und Yemen, Aegypten, Tunis, Algier, Marokko, Syrien, Irak, Persien, Afghanistan und Indien. VI. Angelsächsische Länder: England, Australien, Kanada, Südafrika, Vereinigte Staaten. VII. Südamerika und übrige Länder. Diese sieben Gruppen umfassen die Hauptzentren jüdischer Siedlung in der Welt und die Kulturkreise, aus denen sich die Palästinaeinwanderung zusammensetzt. Die folgende Tabelle, gibt eine Uebersicht über die Gesamtsamteinwanderung des Jahres 1933, nach Monaten und Herkunftsgruppen geordnet:

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