Mannheim
Compact Memory

Palästina · 1934-02-01 · Heft 2-3 (Februar 1934) · p. Seite 128

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
17 (1934)
Issue
Heft 2-3 (Februar 1934)
Article
[Rezension] / ad. bm.
Date
1934-02-01
Page
Seite 128 (sequence 2)
Language
German
Belongs to
spine
OCR quality
96% known words query
IRI
…/2379786-2379916-2379919--17257-2400414
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

Zionismus gedruckt und gesprochen wird, der überwiegenden Mehrzahl der westeuropäischen Juden noch nicht geläufig ist. Dieses Buch ist ein wahres Lehrbuch des Zionismus, von einer Gediegenheit und Eindringlichkeit der Wirkung wie kaum ein anderes. Sein Erscheinen sei daher dankbar begrüßt und seine Lektüre allen Juden und namentlich allen Zionisten empfohlen. ad. bm. Zum Jüdisch-Arabischen Problem« Ein Sammelbuch. Herausgegeben von „Hechaluz" Berlin, November 1933, S. 200. — Ein Studium der inneren und äußeren zionistischen Politik ist sehr erschwert dadurch, daß das Material in unzähligen Zeitungen, Zeitschriften, Protokollen usw. zerstreut ist und außerdem deren Vielsprachigkeit — insbesondere der wachsende Anteil des Hebräischem — ein solches Studium noch mühsamer macht. Es ist daher sehr begrüßenswert, wenn solche Sammelschriften, wie die vorliegende, erscheinen. Selbstredend sind in einer vom Chaluzverband herausgegebenen Arbeit nur Autoren linker« Richtung vertreten, aber diese haben Gewichtiges zu der arabischen Frage zui sagen. Wir bringen in »diesem Heft einen der Beiträge des Sammelbuches zum Abdruck, der in besonders klarer Weise die Stellung eines großen Teiles der linken Parteien zum fraglichen Problem zum Ausdruck bringt. In ähnlicher Weise wie der Verfasser dieses Artikels (E. Liebenstein) umschreibt auch der bekannte Führer des Hechaluz, Dr. Enzo Sereni, die Notwendigkeiten der zionistischen Politik. Außerdem mJeint er, daß mit der Zeit eine Senkung des Lebensniveaus der jüdischen Arbeiter (bei gleichzeitiger Hebung desjenigen des arabischen) notwendig sein wird, um politisch und wirtschaftlich auf die Dauer zu bestehen zu körnien, — Das Heft enthält ferner eine Reihe von Artikeln von Moses Beilinson, dem Redakteur des „Dawar", geschrieben 1929, darunter eine Auseinandersetzung mit dem Brith Schalom, der selbst in einigen Aufsätzen seiner Mitglieder und Memoranden vertreten ist, ferner drei Artikel aus der vorliegenden Zeitschrift (von Simon, Volcani und» Smilansky) über die arabische Wirtschaft und die günstige Einwirkung der jüdischen Kolonisation auf diese, ferner den Verfassungsvorschlag, den Ben Gurion, der Führer der Linken entworfen hatte. Dieser postuliert nationale Autonomie für beide Völker. Für die Mandatsverwaltung sieht er drei Perioden das Abbaues vor, bis die Juden die Hälfte der Bevölkerung erreicht haben werden, an deren Ende volle Selbstverwaltung eintreten soll. Das Buch ist eine sehr wichtige Informationsquelle für die behandelte Frage, in der von allen Seiten meist mit bloßen Schlagwprten gearbeitet wird, indes, die Realitäten mißachtet werden. f. m. Fahrt nach Osten, von O. Neu mann, Nekudah-Verlag, Mukacevo, 1933, S. 325. Palästina, ein Tagebuch, von Rabbiner Dr. L. Goldschmied. Verlag Erez Israel, Praha 1933, S. 104. Zwei „Bekenntnisbücher" von zwei Menschen sehr verschiedener persönlicher Prägung und doch verwandt, weil beide Verfasser Juden sind, tschechoslowakische Staatsbürger, die durch das gleiche, tief aufwühlende Erlebnis: Palästina zum ersten Mal, das Uarterlebnis „Heimat" hatten, die, obwohl sie nach Europa zurückkehrten, mit ihrem ganzen Herzen, mit ihrer ganzen Seele in Palästina verwurzelt blieben. Beide Bücher wollen nicht Palästinaführer, Tatsachenberichte sein, sondern sie wollen zum Herzen des Lesers sprechen.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.