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Palästina · 1934-02-01 · Heft 2-3 (Februar 1934) · p. Seite 127

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Journal
Palästina
Volume
17 (1934)
Issue
Heft 2-3 (Februar 1934)
Article
[Rezension]
Date
1934-02-01
Page
Seite 127 (sequence 2)
Language
German
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Wir haben oben bereits ausgeführt, daß die psychotechnische Methode sich in erster Linie auf das Gedächtnis des Lernenden stutzt — in diesem Fall, da es sich um ein Lehrbuch vor allem für den SeShstunterricht handelt — hauptsächlich auf das visuelle Gedächtnis. Es liegt auf der Hand, daß das (absichtlich ganz unwissenschaftlich, rein phonetisch) transkribierte Wortbild, das selbstverständlich in seinem Lautbestand vielfach sehr wesentlich von dem hebräisch geeschriebenen Wortbild abweicht, keine sehr wertvolle Basis resp. Erleichterung für das Studium des dritten Teiles des Lehrbuches bedeutet. (Beweisend dafür ist auch 4te bekannte Tatsache, daß selbst der philologisch Geschulte bei der Lektüre auf wissenschaftlicher Basis transkribierter Texte hemmende Schwierigkeiten zu überwinden hat.) Es scheint mir also, daß dieses Zweischriftensystem ein Mißgriff ist und für den Lernenden viel eher eine Zeit- und Kraftvergeudung bedeutet, als eine Erleichterung. Ab>- gesehen davon wäre dieses auf dem psychotechnischen Prinzip beruhende originelle Lehrbuch zweifellos ein interessanter und sehr aussichtsreicher Versuch, Schülern — und zwar insbesondere Erwachsenen — auf anregende und; verhältnismäßig leichte Art das Hebräische beizubringen, Dr. Manka Spiegel, Graz. Volk und Land. Jüdische Anthologie, herausgegeben vom „Hechaluz", Deutscher Landesverband, Berlin 1934, S. 403. — In diesem Buch ist eine äußerst wichtige Idee Gestalt geworden. Die Verbundenheit von Volk und Land und die Geschichte der Beziehungen zwischen ihnen soll aus den Quellen selbst dargestellt werden. In dieser Anthologie sind mit großem Wissen und glücklicher Wahl Stücke aus der Bibel, dem Talmud, aus Dokumenten der jüdischen Diasporageschichte, und von diesen vor allem eine reiche Auswahl solcher des Zionismus und der Palästinabewegung gegeben. Alle großen Führer — Pinsker, Lilienblum, Achaad Haam, HerzL Gordon usw. kommen zu Wort, es ziehen an uns vorüber die ersten Bilu, die Kongresse, die zweite Alijah usw. und immer ausführlicher werden die Auszüge und Berichte, je mehr die Nachkriegskolonisation ins Blickfeld rückt. Naturgemäß ist die Bewegung der Arbeiter, ihre Niederlassung, und die Tätigkeit der Fonds besonders ausführlich behandelt. Von der mitteilstäiiklischen, städtischen und industriellen Aufbauarbeit erfährt man nichts. Das ist begründet in der Stellung der Herausgeber. Das Gebotene ist in Auswahl, Reichhaltigkeit und Anordnung ein vorzüglicher Führer durch die Materie. Der Grundgedanke ist ein glücklicher, das Buch zeitgemäß und unentbehrlich, besonders für die vielen Juden, die erst jetzt zum Zionismus erwacht sind. Aber auch den Zionisten wird diese Anthologie sehr viel geben, es wird wohl kein einziger all die Fülle des Materials gekannt haben, das hier in mustergültiger Anordnung gegeben wird. (Man vermißt nur die Quellenangabe für die abgedruckten Stücke.) Das Buch will zum Teil dem schweren Uebelstand steuern, daß die Flut von} Reden und Schriften, die sich jahraus, jahrein über die Fragen der neujüdischen Bewegung ergießen, in kürzester Zeit der Vergessenheit anheim fällt, indes vieles wert ist, aufbewahrt und studiert zu werden, als Zeugnis lebendigen Erlebnisses der inneren und äußeren Umgestaltung des Judeseins, wie als> wertvolle Behandlung der Probleme. Auch die Sprachenfrage — der Umstand, daß diese Dokumente in verschiedenen Sprachen erscheinen — macht ihre Zugänglichkeit schwer, umsomehr das Hebräische, in dem jetzt das meiste im

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