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Palästina · 1934-02-01 · Heft 2-3 (Februar 1934) · p. Seite 110

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Journal
Palästina
Volume
17 (1934)
Issue
Heft 2-3 (Februar 1934)
Article
Der Altersaufbau [Nachricht]
Date
1934-02-01
Page
Seite 110 (sequence 2)
Language
German
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Wir sehen daraus, daß die Besetzung der arbeitsfähigen Altersklassen bei den Juden viel höher ist, als bei den Moslem (die dbristliche Bevölkerung! haben wir hier nicht zum Vergleich herangezogen, da diese aus so heterogenen Teilen besteht, daß keine Schlüsse aus den Ziffern abzuleiten sind, übrigens ist sie an sich nicht groß an Zahl!) Der Ubteffschied ist natürlich in den Klassen von 15—35, in die der Haupttejl der Chaluzim rangiert, am stärksten. Der Anteil dieser Klassjen betrug bei den Moslem 32o/o, bei den Juden 41 o/o. Während das Verhältnis der jüdischen zur moslemischen Bevölkerung bei der Zählung (174.304: €93.036) rund 25 o/o war, so betrug dieses bei den Altersklassen 15—35 (riund 71,500 gegen 222.000), etwas über 32o/o. Inzwischen sind 1932 und 1933 zehntausende junge Juden eingewandert, so daß sich das Verhältnis zugunsten der Juden beträchtlich gehoben haben wird, was nach Bekanntwerden der näheren Daten zahlenmäßig festzustellen sein wird. Wir behalten uns vor, darauf zurückzukommen. Natürliche Zunahme. Die Ziffern der natürlichen Bevölkerungsbewegung waren per 1000: Gesamtjuden Christen Moslem Andere bevölkerung 1931 1932 1931 1932 1931 1932 1931 1932 1931 1932 Geburten 32,19 29,21 37,66 36,44 53,35 48,96 49,28 43,57 48,07 44,14 Todesfälle 9,57 9,65 15,13 15,90 26,21 26,31 15,76 22,27 22,09 22,26 Natürl. Znhme. 22,62 19,56 22,53 20,54 27,14 22,65 33,52 21,39 25,98 21,88 Säuglingssterblichkeit 81,60 85,77 133,53 141,38 187,52 164,44 113,36 167,04 170,09 153,17 Diese Tabelle, besonders wenn man sie in Vergleich zieht mit den Ziffern früherer Jahre, zeigt bemerkenswerte Entwicklungslinien. Die Moslem zeigen einen beträchtlichen Geburtenrückgang. War die Rate in den früheren Jahrein eine sehr hohe — bis 65 per Mille — so ist s#e ibis 1932 auf ca. 49o/0 zurückgegangen. Aber auch die Säuglingssterblichkeit bei diesem Bevölkerungsteil geht rapid zurück. Betrug sie im Jahre 1927 noch 216,7, so sank sie bis 1932 auf 164,4. Die Gesamtsterblichkeitsrate ist be,i den Moslem zwar auch sehr stark zurückgegangen (1928 35,1, 1932 26,31), sie ist aber noch immer fast dreimal so hoch wie die jüdische. Zum großen Teil geht das natürlich auf die hohe Rate der Säuglingssterblichkeit zurück. Die Gesamtvermehrung ist infolgedessen, trotz der bedeutend höheren Geburtenzahl bei den Moslem nicht um vieles höher als bei den Juden (1932: 22,65 gegen 19,56 per Mille). Die Juden haben gleichfalls einen starken Geburtenrückgang zu verzeichnen, von 36,0 im Jahre 1926 fiel die Rate auf 29,21 im Jahre 1932. Allein hier ist zu berücksichtigen, daß eine starke Binwanderung diese Ziffer unnatürlich senken muß, we-il ja die Immigranten zum größten Teil unverheiratete Jugendliche sind. Allerdings war die Immigration 1932 nicht so groß, daß dies merkbar gewesen wäre, das Jahr 1933 mit einer Einwanderung von ca. 20 o/o der bestehenden Bevölkerung wird dies deutlich zeigen. Jedenfalls ist aber die Geburtenziffer eine Rekordziffer, sie ist nicht nur höher, als bei allen Juden! der Welt (was ja kein Wunder ist, da die Rate bei den Juden in rapidem Verfall ist und z. B. in Wien bald einen Tiefpunkt von ca. 4%o erreichen wird), sondern als bei allen europäischen Völkern, mit Ausnahme einiger Ositländeru Auch die Sterblichkeitsziffer ist niedriger als bei den Juden fast aller Lände* und weit unter den Raten der Nichtjuden. Allerdings ist in Palästina der

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