Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 17 (1934)
- Issue
- Heft 2-3 (Februar 1934)
- Article
- Erklärung der Exekutive [Nachricht]
- Date
- 1934-02-01
- Page
- Seite 108 (sequence 2)
- Language
- German
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nahmefähigkeit, welche dauernd durch die konstruktiven Bemühungen des jüdischen Volkes ausgedehnt wird. Aber nur die Jewish Agency ist, sowohl in ihrer Eigenschaft als rechtlich anerkannte Vertretung des jüdischen Volkes in bezug auf Palästina, als auch dank ihrer genauen Kerintnis aller Einzelheiten der Situation dazu berufen, zu entscheiden, welche Schritte in jedem Zeitpunkte unternommen werden sollen, um diese Ziele zu erreichen. In der Ausübung ihres Rechtes und ihrer Pflicht, an der Regierung, so oft es die Umstände erfordern, Kritik zu üben, stützt jedoch <iie Jewish Agency ihre Politik auf Beziehungen gegenseitiger Kooperation zwischen der Mandatairmacht und dem jüdischen Volke. Diese Haltung ist vom Zionistischen Kongreß und dem Council der Jewish Agency bestätigt worden und sie bildet die wesentliche Grundlage der jüdischen Tätigkeit in Palästina. Die Jewish Agency ist der Meinung, daß eine konstruktive und entschlossene Politik auf der Basis einer solchen Kooperation den sichersten Weg zur Verwirklichung der jüdischen Bestrebungen in Palästina bildet. Die angekündigte Sonderaktion der Revisionistischen Union hat den Zweck, diese Politik zu untergraben und weit davon entfernt, von wirklichem politischem Werte zu sein, kann diese Aktion nur die Interessfen des Jüdischen Nationalen Heims schädigen. Die Zionistische Organisation und die Jewish Agency vertrauen darauf, daß Zionisten und Juden sich durch leere demonstrative Gesten nicht werden verführen lassen und fordern sie auf, ihre konstruktiven Bemühungen zum Aufbau von Palästina fortzusetzen. Politische Kommission der Waad LeumjL Wir haben in Nr. 1, S. 26 über diese berichtet. Inzwischen erklärte der Misrachi Weltverband (orthodox gläubige Zionisten), daß er an den Beratungen so lange nicht teilnehmen werde, bis nicht alle Parteien zugezogen werden und die Kommission endgültige Entscheidungen treffen können wird. Die Subvention an die Rabbinatsgerichte. Der Waad Leumi, die offizielle Vertretung der palästinensischen Judenhedt, hat dem britischen Kolonialamt eine Denkschrift übersandt, in der dagegen Protest erhoben wird, daß die rabbinischen Gerichte in Palästina von der Regierung im Vergleich zu den den analogen mohammedanischen Einrichtungen gewährten Beihilfen finanziell ungenügend unterstützt werden. AUSSENHANDEL. Zitrusexport. Bis 7. Jänner wurden versendet: 1,603.372 Kisten, davon 115.500 Grapefruit und 132.000 Zitronen, üeber Jaffa wurden davon 1,074.157 Kisten verschickt. Man rechnet in Fachkreisen auf eine Ernte von 51/2—6 Millionen Kisten trotz des ungünstigen — regenarmen und warmen — Wetters im Dezember. Die Propaganda für den Zitrusabsatz. Eine amtliche Mitteilung hierüber sagt, daß der Oberkommissär im vorigen Jahr ein Komitee aus dem allgemeinen Landwirtschaftlichen Rat und der Zitruspflanzervereinigung gebildet hatL Dieses hat vorgeschlagen: 1. auf jede exportierte Kiste eine Steuer von l1/* Mil zu legen, um die Kosten der Propaganda zu decken, 2. in Veranschlagung! der zu erwartenden Einnahmen aus der Steuer dem Zitruskomitee eine Anleihe 108