Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 17 (1934)
- Issue
- Heft 1 (Januar 1934)
- Article
- Eierproduktion [Nachricht]
- Date
- 1934-01-01
- Page
- Seite 30 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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einzukaufen, Eier und Dünger zu verkauten, sowie die Anlernung und Aufsicht der Züchter zu übernehmen. Als Einnahmen rechnet er im Durchschnitt 150 Eier per Henne zu 4 Mil 600 Pfund im Jahr, plus 80 Pfund für Dünger 680 Pfund. Ausgaben: Futter 360 Pfund, Erneuerung der Hühner, Versicherimg etc. 120 Pfund, verbleiben 200 Pfund per Jahr. Jüdische Bodenkäufe? Arabischen Blättern zufolge sind von jüdischer Seite angeblich im Beisangebiet gekauft worden Dunam: Beisantal 10.000, Gebna 4000, Basthuwani 2800, Buatton 8200, Ghazzawia 4000, zusammen 29.000 Dunam. Anbote von kleineren Flächen mehren sich. Boden nördlich Gederah kostet 14 bis 16 Pfund. Im Süddistrikt wurden 5600 Dunam und einige kleinere Flächen erworben. Preise zwischen 4 un|d 6 Pfund. Eine jüdische Gesellschaft kaufte am Karmel 600 Dunam. Kürzlich erwarb die Kolonie Ein Ganim 400 Dunam in ihrer Nachbarschaft mit Hilfe der Zentralbank. Kartoffelbau. Die Regierung verteilte wieder Saatgut,, um die Zucht von Kartoffeln auszudehnen. Noch1 immer werden jährlich Kartoffel um ca. 50.000 Pfund eingeführt. Der Oberkommissär hat eine Erhöhung des Zolles zwecks Schutzes der heimischen Erzeugung in Erwägung gezogen. Der Gemüsebau in den Scharonkolonien. In „Boust'nai" Nr. 33 wird darüber geklagt, daß in diesen Siedlungen der Gemüsebau vernachlässigt wird. Dagegen findet man in den arabischen Dörfern, dort, wo es einen Brunnen gibt, ausgedehnte Gemüsepflanzungen^ selbst zwischen den Orangenbäumen. Manche Araber haben vom Gemüse soviel Einnahmen per Dunam, als von Zitruspflanzungen mit ihrem großen Kapitalsbedarf. Es ist unbegreiflich, warum Juden, die 21/2 bis 10 Dunam besitzen, nicht Gemüse züchten. In allen Kolonien der Scharonebene zusammen wohnen 8000 Juden, allein nur 10 Kolonisten ziehen Gemüse. Allerdings bauen auch Arbeiterkwuzoth Gemüse, aber nicht zum Verkauf, sondern nur zum Eigenbedarf, der sogar damit nicht einmal gedeckt wird. Infolge der billigen arabischen Gemüse lohnt sich eine Zucht unter Verwendung von Lohnarbeit nicht. Aber jene Arbeiter, die ein Stückchen Boden haben, sollten diesen bebauen. Die Gründe, warum das nicht geschieht, sind folgende: 1. In vielen Familien von Kleinwirtschaftlern gibt es eine geistige Krise. Infolge verschiedener Einflüsse weigert sich die Frai\, diese „schmutzige" Arbeit z\i machen,, und der Mann hat keine Zeit dazu; 2. haben die Araber einen Vorsprung. Hatten sie früher nur zur Regenzeit Gemüse, so entstanden in der Nähe der jüdischen Kolonien Brunnen, dank welcher sie auch im Sommer solches ziehen. Außerdem sind sie sehr billig. Hier ist ein wichtiger Zweig der landwirtschaftlichen Arbeit für die Juden Scharons noch entwicklungsfähig. Die Kultur des Granatapfels. Die Agronomen J. Grasovsky und I. Weitz berichten darüber in einem von der Regierung herausgegebenen Heft. Schon im Altertum war diese Frucht in Palästina heimisch, manche Ortsnamen zeugen davon. (Die Frucht heißt hebräisch Rimon, arabisch Rumman.) Gegenwärtig werden 1406 Dunam kultiviert, namentlich in den Distrikten Nazareth (450), Akko (290), Tulkarem (160), Haifa (100). Die volle Fruchtreife erfolgt zwischen dem 7. und 10. Jahr. Die Erträge schwanken per Dunam bei Bewässerung zwischen 2500—4000, ohne Bewässerung zwischen 1000—1500 Früchten. Der früher