Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 17 (1934)
- Issue
- Heft 1 (Januar 1934)
- Article
- Ausweisungen [Nachricht]
- Date
- 1934-01-01
- Page
- Seite 26 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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gering sein. Die „Palestine Gazette" gibt als ausgewiesen vom 24. November bis 5. Dezember nur 13 Personen an, davon 7 Juden. Besonderes Aufsehen macht die Ausweisung eines Juden aus Leipzig, der schon 18 Monate in Palästina lebte und Arbeit gefunden hatte. Däs Genossenschaftsgesetz. Wir haben wiederholt über dieses Gesetz berichtet. In der „Jüdischen Rundschau" Nr. 102 hebt Dr. Hilb einige Punkte besonders hervor. Gründer von Genossenschaften können nur "Personen gleichen Wohnsitzes oder, falls es die Aufsichtsbehörde verlangt, der gleichen Schichte sein. Ein von einem auswärtigen Mitglied für die Generalversammlung Bevollmächtigter muß gleichfalls Mitglied sein und darf außer der eigenen nicht mehr als zwei Stimmen vertreten. Dem Registerrichter werden Kontrollbefugnisse eingeräumt. Der Anteil eines Genossen kann nicht gepfändet werden, dagegen kann die Genossenschaft für ein einem Genossen gewährtes Darlehen Pfandstellung an seinem Vermögen verlangen. Diese Bestellung wird in ein Register eingetragen. Die Gewährung von Darlehen an Nichtmitglieder ist verboten. Von den Ueberschüssen ist ein Zehntel — bei Produktivgenos&enschaften ein Viertel — dem Reservefonds zuzuführen. Rechtsstreitigkeiten innerhalb der Genossenschaften können vom Registerbeamten entschieden werden. In Einzelfällen kann der Oberkommissär auch eine vom Gesetz abweichende Konstitution einer Kooperative gestatten. Angalben über Arbeitslosigkeit. In der kürzlich erfolgten Publikation des Internationalen Arbeitsamtes war Palästina als Land zunehmender Arbeitslosigkeit genannt. Dies ist aufgefallen, weil allgemein bekannt ist, daß nicht nur ein sehr fühlbarer Mangel an jüdischen Arbeitshänden besteht, sondern auch tausende von Arabern aus den Nachbargebieten nach Palästina geströmt sind und Arbeit gefunden haben, was von der Regierung selbst zugegeben wurde. Wenn die Verwaltung trotzdem dem Arbeitsamt mitteilte, daß die Zahl der Arbeitslosen seit November 1932 von 15.000 auf 18.000 Seelen gestiegen ist, so ist an unsere wiederholten Darstellungen zu erinnern, daß die arabischen Arbeitslosen nicht genau erfaßt werden können und die Regierung darunter bäuerliche Gelegenheitsarbeiter, beduinische Elemente usw. Verschiedene Nachrichten. An Stelle des durch einen Autounfall verstorbenen Staatsanwaltes EUiot wurde Musa al Alami, bisher Privatsekretär des Oberkommissärs für arabische Angelegenheiten, zum Staatsanwalt ernannt. JEWISH AGENCY. Gesellschaft zum Schutze der Rechte der jüdischen Einwanderung. Eine solche, der auch die Rabbiner Kuk und Majer angehören, hat sich in Tel-Aviv gebildet. Die Gesellschaft gibt ein eigenes Mitteilungsblatt (Jedioth etc.) heraus. Politische Kommission des Waad Leumi. Der Jüdische Nationalrat hat eine politische Kommission eingesetzt. Sie besteht aus Bürgermeister Dizengoff, Rabbi Meir, Berlin (Misrachi), Dr. Mossinsohn (allgemeine Zionisten), Berl Kaznelson (Linke), Schabetaj Levi und A. Sehenkar (Industriellen-Verband). Die Kommission hält gemeinsame Sitzungen mit der Exekutive der Jewish Agency ab. Verschiedene Nachrichten. Das von Lord Melchett seinerzeit bestellte Denkmal für Josef Trumpeldor in Tel Chaj wurde von Bildhauer Melikow fertiggestellt.