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Palästina · 1934-01-01 · Heft 1 (Januar 1934) · p. Seite 25

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Journal
Palästina
Volume
17 (1934)
Issue
Heft 1 (Januar 1934)
Article
Arabische Vorschläge einer Kantonalverfassung [Nachricht]
Date
1934-01-01
Page
Seite 25 (sequence 2)
Language
German
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ernde Anstellung englisqher Beamter aber wird in dem Vorschlag als dem Geist des Mandats zuwiderlaufend erklärt. Für die arabische Zone soll ein arabisches, für die jüdische Zone ein jüdisches Parlament errichtet werden. Ein Exekutivrat, bestehend aus Vertretern beider Parlamente, soll mit der Verwaltung der allgemeinen und gemeinsamen Interessen beider Teile des Landes betraut werden. Der britische High Commissioner hätte die Rolle eines Mittlers zwischen den beiden Teilen des Rates zu spielen. Fragen, die, nachdem sie dem High Commissioner unterbreitet wurden, keine Lösung finden konnten, sollten dem englischen Obersten Gerichtshof oder dem Völkerbund zur Entscheidung vorgelegt werden. An die Mandatarmacht soll das Ersuchen gerichtet werden, Bemühungen zum Anschluß Transjordaniens an "den arabischen Kanton einzuleiten. Für den arabischen Kanton wird die Bezeichnung „Südsyriefn", für den jüdischen „Erez Israel" vorgeschlagen. — Bemerkenswert an diesem Vorschlag ist, daß er der ersrte seitens der arabischen Führer ist, in dem weder das Mandat, noch das Recht der Judefn auf Errichtung einer nationalen Heimstätte in Erez Israel angefochten wird. Allerdings können die Juden diese Kantonaleinteilung nicht akzeptieren!. Die jetzigen Siedlungsgebiete der Juden sind bereits überfüllt oder zumindest dicht besetzt, dagegen sind weite Strecken 'des Landes in Palästina und Transjordanien menschenleer und können nur durch jüdische Kolonisation erschlossten werden. Die Frage eines Großaralbiens. In einem Vortrag, den der Dirigent der Orientabteilung des deutschen Auswärtigen Amtes, Dr. Prüfer, in Berlin am 28. November gehalten hat, sprach er sich über diese Frage sehr skeptisch aus. Partikularismus und Individualismus, politische Fäden zwischen Stämmen und größeren Staatsgebilden sind untrennbar mit der arabischen Geschichte verbunden und das Bewußtsein eines einigenden Bandes der arabischen Nationalität ist noch weit davon entfernt, allgemein zu sein. Dazu haben die ausländischen Mächte in geschickter Benutzung dieser Gegebenheiten die bestehenden Differenzen nach Möglichkeit noch vertieft. Wenn ein Zusammenschluß eines Teiles der arabischen Welt überhaupt wahrscheinlich ist, so kann sie nur unter dem Einfluß einer der Großmächte erfolgen, müßte aT>er dann die gleichfalls in diesem Gebiete interessierten Großmächte ihrerseits auf den Plan rufen. Verschiedene Nachrichten. Der Stadtrat von Tel-Aviv hatte zu Chanukkah aus Besorgnis vor Zusammenstößen der jüdischen Parteien wegen der Fahnenfrage, den üblichen Kinderfestzug verboten. Wir haben über die Austritte der Juden aus der Polizei wiederholt berichtet. Neuerdings sind in Nazareth die letzten dort stationierten drei jüdischen Polizisten aus dem Polizeidient geschieden. Auf Wadi Chawarith überfielen Beduinen jüdische Landarbeiter. Vier jüdische Traktorführer wurden verletzt, zwei von ihnen schwer. OEFFENTLICHE VERWALTUNG. Ausweisungen. Ueber diese liegen widersprechende Nachrichten vor. Jedenfalls scheint die Ausweisungspraxis gemildert worden zu sein. Die Zahl der tatsächlich aus dem Lande Gewiesenen steht noch nicht fest, doch dürfte säe»

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