Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 16 (1933)
- Issue
- Heft 12 (Dezember 1933)
- Article
- Gartenstadt in der Haifa-Bay [Nachricht]
- Date
- 1933-12-01
- Page
- Seite 449 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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Gartenstadt in der Hafifa-Bay. Wie wir bereits in Nr. 10/11, S. 399 kurz 4j49 berichtet haben,, hat di,e Firma Architekt Joseph Loewy, Bauabteilung, Haifa (der Inhaber ist unser gesch. Mitarbeiter —die Red.), in der Haifa-Acco-Bucht mit der Errichtung einer Gartenstadt begonnen, die besonders günstig liegt, nämlich nur 10 Autoiriinuten vom Zentrum der Stadt entfernt, unweit der Hauptstraße nach Aeco,, an der Straße nach Kafretta. Der erste Bauabschnitt der Siedlung Wird vorerst 50 Häuser umfassen, von denen die eisten Häuser bereits fertiggestellt sind und demnächst bezogen? weerden. Der Siedler erhält ein Haus von zwei Zimmern nebst Küche, Bad, Terrasse und Nebengelaß, das jederzeit durch Anbau erweitert werden kann, und eine Bodenfläche von 1800 m2 für Gemüse- und Obstbau sowie Hühnerzucht, einschließlich fertiger Straße, Wasserleitung, Licht und Kanalisation. Der Preis beträgt 450 pal. Pfund^ von denen 175 in bar zu zahlen sind, während der Rest in langfristigen Amortisationshypothieken zu tilgen ist. Zweck der Siedlung ist, den in der Stadt arbeitenden Menschen von den immer weiter steigenden Mieten einer Stadtwohnung unabhängig und durch die Eigenwirtschaft krisenfest zu machen. Der Boden ist von Experten untersucht und für gut befunden worden. Die eingeleiteten Arbeiten für die Wasserversorgung machen gute Fortschritte, so daß die Siedlung mit gutem Trinkwasser versorgt ist. Es wird ein Wasserturm errichtet; der auch für die Versorgung eines weiteren Gebietes ausreichen wird. Wirtschaftsauskünfte. Die Handelskammer Haifa;, Rechow Hamisrach Beth Friedmann hat sich bereit erklärt, solche zu erteilen. Spesenersatz 250 Mil. INDUSTRIE. Beratungen des Industriellenverbandes. In der Sitzung des Industriellenverbandes vom 16. November kam zur Sprache, daß die bestehenden Zölle nicht vor Dumping schützen. Nach den Mandatsbestimmungen müssen alle Staaten gleich behandelt werden. Viele Länder haben aber heute Exportprämien. Die Versammlung verlangte von der Regierung den Ersatz der noch bestehenden Wertzölle durch! Gewichtszölle, sowie Einführung des Kontingentsystems, insbesondere mit England, welches der größte Käufer von Palästinaprodukten ist und auch im Einkauf berücksichtigt werden muß. Auch in der Industrie werden die Arbeiter durch; die hohen Löhne beim Bau angelockt, die Werkstatt zu verlassen. Die Industrie hat viel Kapital zur Anlernung und Ausbildung des jüdischen Arbeiters aufgewendet. Die Arbeiterorganisationen hätten die Pflicht, einzugreifen. Die Arbeitslöhne in der Industrie sind aus Konkurrenzgründen nicht so steigerbar., wie die Löhne am Bau, der übrigens nur Saisonarbeit bietet. Die Pflicht, heimische Produkte (Tozereth Haarez) zu kaufen, sei wede der Bevölkerung, noch der Regierung klar, die für große Summen von auswärts Waren beziehen, die sie im Lande erhalten könnten. Hier ist noch viel Aufklärungsarbeit zu tun. Die Versammlung begrüßte die Fortschritte der Industriebank und die Anstrengungen, die zwecks Erweiterung ihrer Kapitalbasis gemacht werden. Neue Gründungen. Es wurden Betriebe neu eingerichtet in: Tel-Aviv; für Erzeugung von Baskenmützen, Lederjacken, Regenmäntel, Baubeschlägen, Haus-