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Palästina · 1933-12-01 · Heft 12 (Dezember 1933) · p. Seite 432

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Journal
Palästina
Volume
16 (1933)
Issue
Heft 12 (Dezember 1933)
Article
Die Unruhen : Gesamtzahl der Opfer [Nachricht]
Date
1933-12-01
Page
Seite 432 (sequence 2)
Language
German
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25 Araber. Leichtverletzt wurden 127 Araber. Von der Polizei wurden 27 Briten und Araber verletzt. Die Unruhen vor dem Unterhaus. Am 7. November gab der Kolonienstaats sekretär eine Darstellung der Ereignisse. Ungeachtet der Zusage, daß der High Commissioner die Beschwerden der arabischen Exekutive prüfen werde, dagegen aber die Demonstrationen verboten seien, wurden diese dennoch veranstaltet. Die Militärbehörden hatten nirgends einzugreifen. Die Regierung werde ihre Pflichten genau erfüllen. Niemand sei gee&gnjeter für deren Einhaltung als der gegenwärtige Oberkommissär. Gegen die illegale Einwanderung würden geeignete Maßnahmen getroffen werden. (Näheres hierüber siehe unter „Wanderung".) Die Haltung des Oberkommissärs. Der Oberkommissär hat eine Politik des schärfsten Vorgehens gegen die „illegale" Einwanderung und der Einschränkung des Touristenverkehres eingeleitet (siehe „Wanderung"). Aus inoffiziellen Nachrichten scheint hervorzugehen,, daß die Meinung besieht, daß durch Beschränkung der legalen .Einwanderung die jüdischen Unternehmer und Kolonisten gezwungen werden könnten, arbeitslose Araber zu beschäftigen. Die arabische Presse. Der Oberkommissär appellierte in einer Konferenz am 6. November an die Redakteure der arabischen Presse, keine falschen Nachrichten zu verbreiten, die Erregung in die Bevölkerung tragen könnten. Kommunistische Einflüsse. Die „Times" macht darauf aufmerksam, daß der linke Flügel der Istiklal Partei mit den Kommunisten fraternisiert. Arabische Exekutive. Innerhalb dieser gingen einige Veränderungen vor. Der Herausgeber der fortschrittlichen und gemäßigten Zeitung „Meraat el Shark", Schedehah, trat als Zeichen des Protestes gegen die Haltung der Exekutive zurück. An Stelle der bei den Unruhen verhafteten Mitglieder der Verwaltung wurden zwei neue moslemische und ein christlicher Araber kooptiert, die sämtlich der radikalen Richtung angehören. Die Igtiklalpartei will eine Klage gegen die Palästinaregierung beim Haager Schiedsgericht erheben. Emir Abdullahs Intervention. In einer Eingabe an den Oberkommissär machte einige Tage vor den Unrujhien Emir Abdullah dem High Commi&sioner Vorschläge wegen Regelung der jüdischen Einwanderung, doch wurde diese Einmengung höflich zurückgewiesen. Protest der Exekutive der Jewish Agency. Die Exekutive veröffentlichte eine Erklärung, in der es heißt, daß der Zustrom vooi Judiem nicht nur keine Arbeitslosigkeit verursacht hat, da Arbeitermangel herrscht, daß ferner niemand verdrängt wurde und die Eingewanderten niemand zur Laslfc fallen. Die Haltung der Regierung widerspreche dem Macdonaldbrief. Am 16. November wurden Ben Gurion und M. Schertik vom politischen Department der Exekutive vom Oberkommissär empfangen. Sie protestierten u. a. gegen die Praxis der Ausweisung illegaler Einwanderer. Bei einem Empfang der Vertreter der palästinensiisohen Judenheit, an der auch Vertreter der Agudah teilnahmen, sagte am 24. November der Oberkommissär, daß es sich bei Haaxöiabung der Niederlassungsvorschriften nichti um eine einseitig gegen die Juden gerichtete Maßnahme handle, auch Araber seien von der Ausweisung betroffen.

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