Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 16 (1933)
- Issue
- Heft 10-11 (Oktober 1933)
- Article
- Zentralbank für kooperative Institutionen [Nachricht]
- Date
- 1933-10-01
- Page
- Seite 403 (sequence 2)
- Language
- German
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Sechstel der damaligen jüdischen Bevölkerung, ein Beweis der starken Ausdehnung des Genossens<chaf tswesens unter den Juden. Die Bilanz per 31. August 1932 weist ein ausgegebenes Kapital von 102.667 pal. Pfund auf, ferner 9948 pal. Pfund Reserven. Die Liquidität der Bank ist sehr groß, sie hatte am Bilanztag über 25.000 pal. Pfund in bar und über 10.000 in britischen Papieren liegen. Der Gewinn war 1932 : 3397 Pfund. „Boust'nai" veröffentlicht einige neue Zahlen per 31. August 1933. Im Jahre 1932/33 gab die Zentralbank Kredite: kurzfristige Kredite 144.500, langfristige 30.000 pal. Pfund. In den 11 Jahren bis zu diesem Datum gab die Bank Kredite insgesamt: kurzfristig 1,276.700 pal. Pfund, langfristig 225.100 pal. Pfund, zusammen 1,501.800 pal. Pfund. Allgemeine Hypothekenbank. Der Bericht der General Mortgage Bank für 1932 ist eben erschienen. Die Geldflüss-igkeit begünstigte den Absatz der Obligationen, weshalb auch1 die Ausleihungen erhöht werden konnten. Die Rückzahlungen überstiegen aber die Ausleihungen. Stand der Hypotheken Ende 1932 197.845 (Vorjahr 203.457) pal. Pfund. Pfandbriefumlauf Ende 1932 153.052 (Vorjahr 155.847) pal. Pfund. Vom Gewinn (mit Vortrag) 4803 Pfund wurden 5 o/o Dividende bezahlt, ferner dem KH. 500 ä conto Gründungsspesen, dem Reservefonds 1000 Pfund überwiesen. Das eingezahlte Aktienkapital beträgt 51.282 Pfund, der Reservefond» 4500 Pfund. Der Status der Bank ist ein sehr günstiger: dem Pfandbriefumlauf von rund 153.000 Pfund stehen gegenüber: Hypotheken von rund 197.845 Pfund, Aktienkapital und Reserven von rund 56.000 Pfund. Für fremde Rechnung wurden rund 6000 Pfund verliehen. Amerikanischer Kredit. Direktor Israel Rokach verschaffte einen Kredit aus Amerika von 30.000 Dollar für Hausbau. ARBEIT. Die Handelsangestellten. In einer Studie über diese (siehe „Büdhereinlauf ')j gibt M. Nemirofsky folgende Daten: Erfaßt wurden (1932) 414 Handelshäuser mit 898 Angestellten, davon 454 in Tel-Aviv—Jaffa, 307 in Jerusalem, 137 in Haifa. Insgesamt dürfte es mit den kleinen Städten und idein Kolonien 1100—1200 geben, mit Angehörigen 2000 Seelen. Von den gezählten 898 waren 712 männlich und 186 weiblich. Die meisten Beschäftigten zählen die Zweige: Lebensmittel (23o/o), Baumaterialien (18o/0), Manufaktur (14o/0). Beschäftigt wurden: 1 Angestellter in einem Viertel der Geschäfte, 2 Angestellte in einem Fünftel, 3—4 Angestellte in einem Fünftel und 5—14 Angestellte im Rest. Wa,s die Gehalte betrifft, so bezogen per Monat in Pfund: 13,40/0 2,29; 4o/o 3—4,29; 9o/o 5—7,17; lo/0 8—10,9; 8o/0 über 10 Pfund. Die Frauen waren viel schlechter, als nach diesem Durchschnitt, bezahlt. Demgegenüber stehen die hohen Mietpreise, die gleichfalls von der Enquete erhoben wurden. Soweit die Beamten nicht bei den Eltern, sondern in Miete wohnten, brauchten sie 15—30 Prozent ihres Gehjaltes für Zins. Die Arbeitszeit war bei 67,3 0/0 8—10, bei 29,3 Prozent 12 und bei 2,3 0/0 bis 14 Stunden. Nur ein Viertel aller Angestellten war organisiert. Bloß 12 0/0 gehören der Krankeinkassa an. Drei Viertel der Angestellten waren Aschkenasim.