Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 16 (1933)
- Issue
- Heft 10-11 (Oktober 1933)
- Article
- Die Fruchternte [Nachricht]
- Date
- 1933-10-01
- Page
- Seite 392 (sequence 2)
- Language
- German
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Nachfrage. Die bewässerten Aprikosenbäume geben schöne Früchte, die unbewässerten jedoch kleine und sohlechte« Bananen. In der Küstenzone waren die Früchte sehr gut. Grüne Bananen wurden zu 40—45 Pfund, die reifen mit 60 Pfund das Rottel (21/2 kg) verkauft. Feigen, Oliven und Datteln. Die Feigen, die jetzt auf den Markt kommen, sind jung und klein. Die Aussichten der Ernte von Oliven und Datteln sind gut. Die Zukunft des Weinbaues. In „Boust'nai" wird ausgeführt, daß die Trockenheit für den Weinbau sehr schädlich war. Die Ernte war nur halb so groß wie im Vorjahr. 7000 Kantar (gegenüber 15.000). Auch heuer ist wieder Trockenheit zu verzeichnen. Der Weinbau ist überall in einer schweren Krise. In Palästina ist sehr viel Kapital für Weinbau und Weinerzeugung aufgewendet worden. Die heimischen Weine sind besser als die von Cypern und Griechenland. Es ist aber doch schwer, den Weinbau in den jüdisichen Kolonien zu behaupten, da die Orangenzucht darauf drückt und ihn verdrängt. Die Frage der Einbürgerung des Weinbaues in Samaria ist gelöst. Dort wurden seit 2—3 Jahren neue Weinberge angelegt und es gedeihen alle jene Sorten, die in Judäa angepflanzt sind, der Weinbau hat in dieser Gegend eine Zukunft. Tagung der Zitrusabteilung des Farmerbundes. Vor kurzem fand eine solche statt, die den Fachfragen gewidmet war. Prof. Dr. Bodenheimer referierte über die Insektenschädlinge und deren Bekämpfung. Dr. Reichert über die Schwarzschildkrankheit der Zitrusfrüchte. M. Winig über Bewässerung. Ferner wurde über andere Fragen wie Verpackung, Düngerbeschaffung etc. beraten. Das Budget wurde mit 1500 Pfund festgesetzt. Bienenzucht. Die Versuchsstation der Regierung in Akko veranstaltet zweiwöchentliche Kurse für Bienenzüchter. Kolonie Chankjn. Die auf den Namen von Jehoschua Chankin in der Nähe von Haifa zu gründende Kolonie wird 2000 Dunam grqß sein. Die Wasserversorgung wird 25.000 Pfund kosten. Von den 50 Dunani, die jeder Siedler erhalten wird, werden 10 bewässerbar sein. (Nach einer anderen Meldung sollen 25 Dunam bewässerbar sein — für Gemüse und Pflanzungen — 10 Dunam für unbewässerte Obstbäume, restliche 15 Dunam als Reserve und für Haus und Wirtschaft.) Jeder Siedler hat 100 Pfund gleich zu zahlen und 230 im Laufe von vier Jahren. Bodenpreis 7600 Pfund per Dunam. Mittelstaidc|ssiedlung in der Haifa-Bay. Nach „Hazioni Haklali" Nr. 30 will die Mittelstandsorganisation 150 Häuschen auf KKL.-Boden in der Haifa-Bay errichten. 100 Mitglieder werden von der Serubabelbank eine Anleihe für 13.000 Pfund auf acht Jahre erhalten. Ruchiama. Dieser Punkt östlich von Gaza, der südlichste des jüdischen Landbesitzes, 1900 Dunam groß, der APB. gehörig, wurde von einer Gruppe zur Parzellierung und Bepflanzung erworben. Ein Brunnen wird bereits gebohrt. Die bepflanzten Parzellen sollen an Reflektanten verkauft werden Eine Juden Christenkolonie? Wiederholte Blättermeldungen sprechen von einem Bodenkauf von 2250 Dunam bei Gaza zur Ansiedlung von Judenchristen. Bestätigung bleibt abzuwarten. Landwirtschaftliche Erziehung. Ueber dieses Thema sprachen vor kurzem Dr. Biram und Ch. Ariaw vor den Pflanzern, die den Plan einer landwirt-