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Palästina · 1933-10-01 · Heft 10-11 (Oktober 1933) · p. Seite 390

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Journal
Palästina
Volume
16 (1933)
Issue
Heft 10-11 (Oktober 1933)
Article
Die Aussichten der kommenden Saison [Nachricht]
Date
1933-10-01
Page
Seite 390 (sequence 2)
Language
German
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Palästina-Orange seihlägt die spanische, die, gleichfalls im Winter reifend, ihre Hauptkonkurrentin ist. Immerhin dürfen wir die Märkte nicht überschwemmen, d. h. die Produktion nicht uferlos ausdehnen. Der Konsum von Europa ist 40 Millionen Kisten und wenn wir maximal 20 produzieren werden, so ist das schon die Hälfte des Konsums. Es ist also Vorsicht nötig und keinesfalls darf man Rentabilitätsrechnungen von 10—15 o/o aupposäutien. Wir müssen unermüdlich die Qualität verbessern, die Verpackung rationalisieren usw., aber all das würde nichts nützen, wenn wir nicht auch den Verkauf organisierein und zentralisieren würden, wovon wir heute noch weit entfernt sind," wenn auch in der letzten Saison viel dafür geschehen ist. Inzwischen ist eine neue große Kooperative geschaffen worden „Adir" (Wir haben darüber und den weiteren Zusammenschluß bereits in Nr. 7/9, S. 304 berichtet. — Die Red.). Die Reklame für die Palästina-Orange müßte wie in Spanien von der Regierung energisch unterstützt werden. Ebenso muß die Früchte - Inspektion ausgebaut werden und die Regierung endlich wegen der Beseitigung der Ottawazölle für Palästina-Orangen eintreten. Ueber die Absatzchancen in dieser Saison äußerte sich auch der bekannte Fachmann J. Rokach, der die wichtigsten Märkte besucht hat. Er ist optimistisch in bezug auf die Unterbringujng der um eine Million Kisten vergrößerten Ernte, da in Einglanld die Jaffa - Orange sehr gefragt ist, und selbst in Deutschland gute Aussichten sind, doch die Preise werden jedenfalls unter dem Durchschnitt des vorigen Jahres sein. Die Orangenkrise in Spanien. Vorstehend wurde die Krise in Spanien erwähnt. Hierüber schreibt ausführlich „Hadar" Nr. 8. Die Hauptursache ist die Reduktion des Konsums der spanischen Orangen in Deutschland und der Verlust des englischen Marktes infolge der Ottawazölle. Die Pflanzer haben nichts getan, um der vorauszusehenden Gefahr entgegenzuwirken und der Konkurrenz besser arbeitender Länder zu begegnen. Nichts geschah wegen Standardisierung der Größen und Verpackungen, der Auswahl der Sorten und Früchte, es gibt keine Kontrolle der Regierung (was oben schon erwähnt wurde). Die Reorganisationsvorschläge sind daher hauptsächlich gerichtet aui die Einführung einer scharfen Kontrolle, verbesserter Packmethoden, Verbot des Exports unreifer und erfrorener Früchte, Einrichtung einer Versuchsstation*,: Inspektion der Gärten durch Sachverständige, Organisierung der Produzenten und Verschiffer etc. — Wie bekannt, ist Palästina diesbezüglich seinem Hauptkonkurrenten weit voraus, aber dennoch ist noch sehr viel in diesien Richtungen auch in Palästina zu tun. Untersuchungen über den Orangenhandel. Der Empire Marketing Board hat einen Bericht über eine Untersuchung veröffentlicht, die er über die Orlangenverschiffung angestellt hat, die sich aber auch auf andere Details der Orangengestion beziehen. Er ist zwar in der Zeit vdn 1927/29 verfaßt worden, doch sind seine kritischen Bemerkungen auch heute nicht veraltet. Der Bericht rü,gt, daß die Bäume oft zu dicht gepflanzt werden und die Entfernung oft; nicht mehr als 10—13 Fuß beträgt. Bei weiteren Zwischenräumen wären die Ergebnisse per Baum größer. Die Packung ist von besonderer Art, weij. auf den Transport bei rauher See im Hafen von Jaffa Rücksicht genommen werden muß. Die Orangen sind rechteckig angeordnet, statt wie bei anderen Provenienzen diagonal. Der Abgang ist sehr hoch urid soll 10—25°/o betragen, doch

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