Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 16 (1933)
- Issue
- Heft 10-11 (Oktober 1933)
- Article
- Der Zitrusexport [Nachricht]
- Date
- 1933-10-01
- Page
- Seite 389 (sequence 2)
- Language
- German
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Quintais (ä 100 kg) Spanien 8,423.292 ü. S. A. 1,349.000 Italien 1,162.725 Palästina 843.900 Brasilien 320.575 Algerien 199.763 Südafrika 378.960 Syrien und Libanon 36.649 China 117.239 Japan 238.362 13,070.465 389 Es ist daraus ersichtlich, daß Palästina durchschnittlich in diesem Jahrfünft erst 10o/o des Quantums exportierte, das sein Hauptkonkurrent Spanien ausführte. (Die Durchschnittszahl besagt allerdings nicht viel, da ja Produktion und Export in Palästina fortwährend steigen, so daß es bald die Hälfte soviel ausführen wird wie Spanien.) Dieses Land drückt auch sehr auf den Export Italiens, der nicht steigt, sondern eher abnimmt, da die Produktionskosten in Spanien 30—60o/o niedriger sind als in Sizilien. Dies nicht wegen der Bodenpreise und Löhne, sondern wegen besserer Organisation, Kultivierung, Verpackung. Spanien macht Anstrengungen, hierin Verbesserungen einzuführen. Aus einer Aufstellung des Empire Marketing Board geht hervor, daß nach England, exportiert wurden: Von Palästina Von Spanien Saison 1931/32 Millionen Kiste» Nach Großbritannien 2,6 8,4 „ anderen Ländern 1,0 20,6 Sfi 29,0 Palästina lieferte daher an England schon ein Drittel des Quantums, das Spanien dorthin importiert. Der Konsum von Orangen per Kopf der Bevölkerung hat sich in England in 11 Jahren mehr als verdoppelt. 1920 war er 32 Stück, 1931 69 Stück. Die Aussichten der kommenden Saison. In „Boustfnai" Nr. 17 schreibt Smilansky über die Chancen des Absatzes der nächsten Ernte. In Spanien blieb ein Teil der letzten Ernte ungepflüekt, weil er nicht verkauft werden konnte. Die Regierung hat Exportprämien ausgesetzt, was sich als nutzlos erwiesen hat. Auch für die im Sommer fallende Ernte Südafrikas ist der Markt schlecht. Die niedrigen Preise für sp andrehe Oraingen drücken auch auf die Produkte aus Südafrika. Dort verläßt man sich übrigens auf die Zollvorteile und sieht nicht sehr auf die Qualität der Früchte, Auswahl, Sorten, Verpackung. Die Verspätung der Früchte aus Spanien und heuer auch aus Afrika, drückt auf unseren Absatz, dazu die anhaltende Weltkrise, der undurchsichtige Zustand in Deutschland, der Fall des Dollar — der eine Konkurrenz der Früchte aus Kalifornien ermöglicht — die mangelnde Organisation unserer Produktion, — all das sind ungünstige Faktoren. Trotzdem müssen wir nicht beunruhigt sein. Erstens werden unsere Früchte im Winter reif, wo anderes Obst spärlich ist, und zweitens ist die Qualität und der Ruf unserer Orangen gut, so daß sich der Absatz ausweitet. Die