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Palästina · 1933-10-01 · Heft 10-11 (Oktober 1933) · p. Seite 387

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
16 (1933)
Issue
Heft 10-11 (Oktober 1933)
Article
Technische Einwanderungsbestimmungen [Nachricht]
Date
1933-10-01
Page
Seite 387 (sequence 2)
Language
German
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Sicherstellung zu erheben. Ferner werden die Kategorien angegeben, die von der Zahlung der Einwanderungsabgabe befreit sind. Hierher gehören Angestellte des Regierungshausesj, Schwestern im Regierungs- oder Heeresdienst, Erzieherinnen im Dienste von Regierungsbeamten oder Offizieren, amtliches und häusliches Personal des Konsularkdrps, Priester aller Bekenntnisse, religiöse Führer, Mitglieder archäologischer Expeditionen und Touristen, denen verlängerter Aufenthalt bewilligt wurde. LANDWIRTSCHAFT UND KOLONISATION. Das landwirtschaftliche Jahr 5693. Ueber das am 1. Oktober abgelaufene Jahr 5693 schreibt M. Smilansky in „Boust'nai" Nr. 23. Er gibt zuerst die Statistik von Ernte und Export vom Orangen, die wir bereits ausführlich mitgeteilt haben, sowie über das Wachstum der Kooperativen im Orangenhandel. Den zweiten Platz nimmt die gemischte Wirtschaft ein. Die Trockenheit des Jahres wirkte auf sie ungunstig, aber trotzdem erstarkte sie. An der Spitze steht das Emek, dann folgt das Jordantal, aber aUch' m dein altlen Kolonien und besonders jenen, die noch in gewissem Ausmaß Ackerbau betreiben, entwickelte sich die gemischte Wirtschaft sehr. Die Verkaufskooperative „Tnuwah" erhöhte ihren Umsatz, der nach den Ziffern der ersten sechs Monate 5693 für das ganze Jahr auf 135.000 Pfund für Milch und Milchprodukte und 65.000 Pfund für andere Erzeugnisse, insgesamt auf 200.000 Pfund geschätzt werden kann. Die Ziffern für die nicht an „Tnuwah" angeschlossenen gemischten Wirtschaften werden nicht erhoben, sie können auf 50.000 geschätzt werden. Tnuwah befriedigte bereits 70 o/o der bei ihr vorkommenden Nachfrage nach Milchprodukten und 100 o/o jener für Eier, Geflügel und Gemüse. Letzteres litt sehr unter der Dürre. Die Milchwirtschaft litt darunter, daß nicht genügend geeignete Kühe zu erlangen waren. Die Nachfrage nach diesen wird mangels Wasser von unseren Wirtschaften noch nicht befriedigt. Die Honigerzeugung nimmt langsam aber stetig zu. Durch die Dürre litten die unbewässerten Pflanzungen sehr. In der jüdischen Wirtschaft wurden besonders Trauben und Mandeln betroffen. Der Verkaufspreis der Trauben der Weinlese von 1932 betrug per Kantar (256—288 kg) 1800 Pfund. 40 o/o der Lese wurden im Lande abgesetzt, uöid die Nachfrage in Erez Israel wächst. Infolge der fortwährenden ungunstigen Ergebnisse bei Mandeln werden diese immer mehr durch Zitruspflanzen ersetzt. Natürlich litt auch der Getreidebau stark unter der Dürre. Bei den Fellachen hungerten Mensch' und Vieh, und wenn die Regierung nicht öffentliche Notstandsarbeiten durchführte und Fellachen und Beduinen den Dünger von ihren Tieren nicht an die Pflanzer in großen Mengen und zu guten Preisen verkauften, wäre die Lage der Bauern eine noch viel schlechtere gewesen. In den jüdischen Kolonien in Galiläa, die Getreide bauen, wirkte ebenfalls die Dürre katastrophal. Im Süddistrikt (Negew) konnte man viele Kilometer lang kein einziges Beduinenzelt erblicken. Alte Fellachen erinnern sich nicht, je ein so trockenes Jahr gehabt zu haben. Nur im Gebirge Ephraim, in Teilen der Zone Tul Kerem, Akko und Nord-Emek waren die Regenfälle etwas reichlicher. Wie bekannt, sind aber gerade in diesem Jahr Bohrungen auf Wasser gelungen, in Jabniel, Kerkur usw. und es ist Hoffnung, daß bei weiteren Bohrungen mit genügendem Tiefgang Wasser an Stellen gefunden werden wird, wo jahrzehntelang keines gefunden worden war.

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