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Palästina · 1933-10-01 · Heft 10-11 (Oktober 1933) · p. Seite 382

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Journal
Palästina
Volume
16 (1933)
Issue
Heft 10-11 (Oktober 1933)
Article
Die Frage der Ansiedlung deutscher Juden [Nachricht]
Date
1933-10-01
Page
Seite 382 (sequence 1)
Language
German
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Die Frage der Ansiedlung deutscher Juden. Zentralstellen. Gemäß den Beschlüssen des Kongresses fand nach dem Kongreß eine Beratung Dr. Weizmanns mit der Exekutive der Jewish Agency statt. Es wurde beschlossen, eine Zentralstelle für Ansiedelung deutscher Juden in Palästina mit Büros in London und Jerusalem zu errichten. Unterbringung jüdischer Flüchtlinge aus Deutschland. Bis Ende August behandelte das betreffende Komitee 886 Fälle. Es wurden 500 deutsche Juden in den Kolonien in verschiedenen Arbeitszweigen und 245 in Kibbuzim untergebracht. In Jerusalem haben die Bnei Brith ein Einwandererhospiz errichtet. Ein australischer Jude hat dem KH. 4000 Pfund zur Errichtung von 25 Häuschen auf KKL.-Grtfnd zur Verfügung gestellt. Die Möglichkeiten der Ansiedlung und Ausbildung. Die Hitachduth Olej Germania hat diese Frage studiert. In Tel-Aviv gibt es die Möglichkeit, 190 Lehrlinge per Jahr handwerklich auszubilden. In der Landwirtschaft könnte man etwa 2600 Menschen unterbringen, davon 1680 in der Orangenzone und 980 in den landwirtschaftlichen Siedlungen^ falls diesen Kredite gewäjirt werden. Auf vorhandenen Böden des KKL. und in den KH.-Siedlungen könnten 1000 Familien angesiedelt werden. Das nötige Kapital ist per Familie 325 Pfund in Kwuzoth und 540 Pfund in Moschawim. Unterbringung jüdischer Kinder. Die Arbeitersiedlungen haben sicjh bereit erklärt, ca. 1000 Kirfder aus Deutschland bei sich aufzunehmen, gegen jährliche Bezahlung von 25 Pfund per Kind. Verlagshaus als Hilfe für deutsche Autoren. Frau Perschitz schlug die Gründung eines Verlagshauses zur Publikation der Werke deutscher Juden mit dem Kapital von 100.000 Pfund vor. Der Rat der United Synagogues, London, hat dafür 10.000 Pfund unter der Bedingung, daß die ganze Kapitalssumme aufgebracht wir4> gezeichnet. Hilfsgesellschaft „Emica". In London wurde unter dem Namen „Emica" eine neue Gesellschaft gegründet deren Aufgabe es ist, armen Juden die Einwanderung nach Palästina und die Niederlassung in diesem Lande zu ermöglichen. An der Spitze der neuen Gesellschaft stehen der Präsident der Jewish Colonisation Association (JCA.), Sir Leonard L. Cohen, Felix M. Warburg, O. E. d'Avigdor Goldsmid, Simon Marks, Julius Simon, Bernard Flexner, Dr. Julius Blau - Frankfurt und Dr. Alfred Klos. Uebertragung des Vermögens von Auswanderern aus Deutschland. Das deutsche Reichswirtschaftsministerium veröffentlicht eine Verordnung, in der auf Grund von Vereinbarungen mit interessierten jüdischen Kreisen die Möglichkeiten des Vermögenstransfers deutscher Juden nach dem Ausland, hauptsächlich nach Palästina, geregelt werden. Er enthält folgende Abschnitte: Transfer der zur Existenzgründung notwendigen 15.000 Mark übersteigenden Beträge. Einzahlung bis zu 50.000 Mark per Person für sofortige Investierung bei späterer Auswanderung.

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