Mannheim
Compact Memory

Palästina · 1933-10-01 · Heft 10-11 (Oktober 1933) · p. Seite 380

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
16 (1933)
Issue
Heft 10-11 (Oktober 1933)
Article
Das Gemeindegesetz [Nachricht]
Date
1933-10-01
Page
Seite 380 (sequence 2)
Language
German
Belongs to
struct article
OCR quality
95% known words query
IRI
…/2379786-2379908-2379914--16234-2399211
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

berias und Tulkarem. Für Tel-Aviv wurde eine von den allgemeinen Bestimmungen abweichende Gemeindewahlordnung festgesetzt. Hier sollen die Wahlen auf einer breiteren -demokratischen Basis als in den übrigen Städten vorgenommen werden; die Altersgrenze für das aktive und passive Wahlrecht wird niedriger sein. Auch bleibt das Proportionalwahlreciht auf Grund von Parteienlisten aufrecht, während in den übrigen Städten die für einzelne Kandidaten abgegebene Stimmenzahl maßgebend sein wird. Neuerliche Erlassung des Zehinten. Wie offiziell bekanntgegeben wird, hat der High Commissioner mit Rücksicht auf die schlechte Winterernte den Zehent - Schuldnern von der gesamten Schuldsumme von 157.505 Pfund 105.150 Pfund erlassen. Vor einem Jahre, im August 1932, hatte der High Commissioner 173.000 Pfund an Zehentschulden erlassen. Der High Commissioner zieht nunmehr auch den Erlaß des Zehents für die Sommerernten und die Gewährung von Anleihen an notleidende Landwirte zum Ankauf von Saatgut in Erwägung, Hiezu schreiben die jüdischen Blätter Palästinas', daß dieser Nachlaß nur ermöglicht wurde, weil die Werko (städtische Grundsteuer) in Tel-Aviv für 1934 auf 180.000 Pfund geschätzt wird, dreimal so viel, als sie gegenwärtig beträgt. Scharf kritisiert wird auch der Umstand, daß von den acht Beamten, die die Steuer einzunehmen haben, bloß einer Jude ist und auch dieser nur zeitweilig angestellt ist, obwohl Tel-Aviv die größte Bevölkerung unter den städtischen Gebieten der Bezirke Jaffa besitzt. Die Zeitungen machen die Hausbesitzer darauf aufmerksam, daß ihnen noch die Möglichkeit eines "Einspruches gegen die Bewertung ihres Einkommens aus Haus- und Grundbesitz zusteht. Die Frage der Umsiedlung der Araber von Wadi el Chawereth. Wir haben über diese Frage, die schon fast zwei Jahre die Oeffentlichkeit beschäftigt, wiederholt berichtet (zuletzt in Nr. 7/9, S. 285). Der betreffende Beduinenstamm hat die außerordentlich günstigen Anbote der Regierung auf Umsiedlung abgelehnt. Diese will neue Vorschläge machen, da der Pachtvertrag mit dem KKL. abgelaufen ist und der High Commissioner stelbst sich ihm gegenüber verpflichtet hatte, daß der Boden fristgemäß geräumt werden wird. Die Zollaufsicht in Transjordanien. An der Grenze gegen Palästina, in Chamath Geder wurde ein Zollamt errichtet, obzwar die Waren von Palästina zollfrei eingeführt werden, um einen Ueberbliok über die eingeführten Mengen zu erhalten. Zur Deckung der Kosten wird 1/2°/o vom Warenwert als Gebühr eingehoben. Anleihe für den Jaffadistrikt. Die Regierung hat angesichts der Mißernte dem Distrikt Jaffa eine Anleihe von 55.000 Pfund gewährt, zwecks Ankauf von Samen und Verteilung unter die Fellachen- JEWISH AGENCY. Der 18. Zionistenkongreß. Dieser fand vom 20. August bis 5. September in Prag statt. Er wurde begrüßt von Vertretern der britischen Gesandtschaft, des tschechoslowakischen Nationalrates, der tschechoslowakischen Republik, der Stadtgemeinde, des Internationalen Arbeitsamtes sowie verschiedener jüdi-

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.