Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 16 (1933)
- Issue
- Heft 7-9 (Juli 1933)
- Article
- Gegenwärtige Lage der Industrie [Nachricht]
- Date
- 1933-07-01
- Page
- Seite 315 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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- Haifa 1× ep/1047930
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chemisch in einem großen Kessel durchgeführt. Die Preise, die „Alpha" fordert, sind doppelt so hoch wie die, die bisher verlangt wurden. Der Unterv schied liegt in der Qualität der Bearbeitung. „Alpha" bedient Tel-Aviv und Jerusalem durch Autodienst. Haifa ist etwas zu weit entfernt und kann vielleicht eine Möglichkeit für dieses Gebiet geben. Als hindernd müßte die geringe Bevölkerungszahl betrachtet werden. 3. Wäsche-Fabrikation: Die bisherigen Wäschefabrik-Werkstätten hatten sich hauptsächlich auf Herrenwäsche spezialisiert. Neuerdings wurden einige moderne Werkstätten, die auch Bett- und Damenwäsche herstellen, gegründet. 4. Schokolade: In Ramath-Gan wird eine große Schokoladenfabrik von einer Rigaer Firma errichtet. 5. Elektrische Batterien: Es wurde eine Fabrik für elektrische Batterien gegründet, die 10 Arbeiter beschäftigen soll. Diese Werkstätte wird den gesamten Bedarf Palästinas und Syriens decken können. 6. Glasfabrik: Eine große Glashütte in Polen gründet eine Glasfabrik in Palästina. Die Analysen des Sandes an zwei Stellen Palästinas haben äußerst günstige Resultate ergeben. Vorläufig werden hauptsächlich Fensterglas und Flaschen produziert werden. Der Absatz wird sich außer auf Palästina und Syrien auch auf andere Länder erstrecken. 7. Fabrik für Kacheln und Keramik: In der Nähe von Haifa wird eine Fabrik für Kacheln, Keramik und sanitäre keramische Waren gegründet. Die Fabrik wird vorerst Kacheln und keramische Artikel produzieren. Später wird die Produktion von sanitären keramischen Artikeln in Angriff genommen werden. Der Gesamtbedarf an Kacheln und keramischen Produkten stellte sich in Palästina im Jahre 1932 «auf 70.000 pal. Pfund. Der größte Teil der Rohmaterialien wird auf Grund von Untersuchungen des Chemischen Laboratoriums der Universität Jerusalem im Lande gefunden. 8. Dampf Wäscher ei: In Ramath-Gan, der neuen Industrievorstadt Tel-Avivs wurde der Bau einer großen Dampfwäscherei begonnen. Bis zum Jahre 1933 existierte in Palästina nur eine kleine Dampf Wäscherei in Tel-Aviv. Im Jahre 1933 wurde eine zweite Dampfwäscherei, ebenfalls in Tel-Aviv, gegründet. Diese Wäschereien beginnen jetzt auch für den privaten Markt zu arbeiten, nachdem sie sich bisher hauptsächlich auf die vielen Hotels als Lieferanten gestützt hatten. Die Wäschereien besitzen eigene Autos, mit denen sie auch die Kolonien Jerusalem und Haifa bedienen können. II. Möglichkeiten für neue Unternehmungen. 1. Errichtung einer Fabrik für Sperrholzplatten. 2. Errichtung einer Fabrik für Zinn- und Bleitiiben. 3. Errichtung einer Werkstatt für Nieten. 4. Verwertung von Pyriten aus Zypern zum Schmelzen von Eisen und Kupfer, Erzeugung von Schwefelsäuren und ev. Superphosphaten. 5. Verwertung von Bitumen, die im Lande gefunden werden. 6. Auswertung von Marmorbrüchen in der Umgebung von Jerusalem. 7. Errichtung einer Streichgarnspinnerei und -Weberei mit Apprefcuranstalt. 8. Erzeugung von Gummi-Artikeln. 9. Gerberei für alle Ledersorten.