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Palästina · 1933-07-01 · Heft 7-9 (Juli 1933) · p. Seite 310

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
16 (1933)
Issue
Heft 7-9 (Juli 1933)
Article
Die Bauentwicklung [Nachricht]
Date
1933-07-01
Page
Seite 310 (sequence 2)
Language
German
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vor allem die Flächen im Nordviertel bebauen, langfristige Kredite dafür aufnehmen, Wahnbauten, eine Schule errichten, einen Markt einrichten etc., um die Bewohner an das Viertel zu fesseln. Im Osten der Stadt, in der Umgebung von Newe Sc^anen liegen Viertel, die noch nicht mit Tel-Aviv verbunden sind, wie „Owed", der Boden Schapira, der Boden der Saloniker. Man kann dort zu mäßigen Preisen Bauplätze erwerben. Auch dieser Teil hat ein große Zukunft, besonders der Südosten von Newe Schanen, wegen der geraden Verbindung mit der Straße nach Jerusalem und das dortige Industriezentrum. Die Entwicklung war immer so, daß initiativ - reiche Menschen Gruppen von Leuten, die ein eigenes Heim bauen wollten, organisierten und mit Hilfe von Krediten, ohne öffentliche Hilfe, aus Privatmitteln neue Viertel bauten, wie z. B. in letzter Zeit „Achwah" (Lehrer- und städtische Beamte), Romama, Carmelia, Jaakow, Ruthenberg, Arbeiter-Viertel usw. So wird es auch in der Zukunft sein. Zu loben ist die Schchunathzentrale der Arbeiter, die es verstand, verschiedene Viertel aus eigenen Mitteln und mit Hilfe ihrer Organisationen zu bauen. Auf alle Fälle ist es gut, Boden an dien Grenzen der Stadt sicherzustellen und ihn dann mit Hilfe von Krediten zu verbauen. Baubewegung. In den ersten fünf Monaten wurden 902 Bewilligungen für eine Fläche von 103.654 m2 erteilt, mit 3097 Wohnräumen und 88 Geschäftslokalen. Im Vorjahr wurden in derselben Zeit bloß 501 Bewilligungen für 55.099 m2 Fläche erteilt. Die Bodenspekulation. Die Forderung Gebers, Boden an den Grenzen der Stadt sicherzustellen, (siehe oben), wird zwar durchgeführt, aber von Privaten und die gezahlten Preise sind exorbitant. In der Umgebung werden Pardessim, deren Boden in die Stadt einbezogen wird, gekaujt, und 1200 Pfund per Dunam bezahlt. Neben dem Dorf Sumel (an der Ostgrenze Tel- Avivs, ca. einen Kilometer südlich des Jarkon) wurde innerhalb zweier Tage eine Bodenfläche von 500 auf 900 Pfund per Dunam getrieben. Für Sanddünen zwischen Mikweh Israel und Rischon wurden 80 Pfund bezahlt. Diese hohen Preise bringen auch mit sich, daß die Grundsteuer (Werko), die nach dem Werte bezahlt wird, ebenfalls, und zwar dauernd sehr hoch wird, wais eine schwere Belastung der Einwohner darstellt. Die Arbeiterzeitung „Dawar" weist darauf hin, daß die Regierung, weil sie erhöhte Einnahmen infolge der Spekulation hat, kein Interesse zeigt, gegen diese einzuschreiten. Tel-Aviv werde im nächsten Jahr allein an Grundsteuern über 100.000 Pfund zu zahlen haben. Jüdischer Boden südlich von Jaffa» Nach Zeitungsberichten sind südlich von Jaffa 20.000 Dunam Boden im Werte von 100.000 Pfund in jüdischen Händen und nahezu unbebaut. Nur auf einem Teilstück stehen 32 kleine Steinhäuser und zehn Baracken mit zusammen 215 Einwohnern. Die Bodenpreise sind noch sehr niedrig und betragen 1—8 Piaster für die Quadratelle. Budget. Wir haben in Nr. 5/6, Seite 206 berichtet, daß der Voranschlag für 1933/34 ein Defizit von 16.000 Pfund veranschlagt, das durch Steuererhöhung gedeckt werden soll. Ferner wurden bei der Regierung Vorstellungen wegen der Erhöhung des Beitrages erhoben. Es wurde festgestellt,

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