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Palästina · 1933-07-01 · Heft 7-9 (Juli 1933) · p. Seite 308

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
16 (1933)
Issue
Heft 7-9 (Juli 1933)
Article
Kolonisation im Bergland [Nachricht]
Date
1933-07-01
Page
Seite 308 (sequence 2)
Language
German
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Aprikosen, Mischmasch, Aepfel, Birnen und Weintrauben. Palästina führt solches Obst um 100.000 Pfund per Jahr ein. Die Hügel um Jerusalem wären geeignet. Die Wirtschaften sollen 12 Dunam Pflanzungen und 3 Dunam für Hauswirtschaft umfassen, oder, falls mit aufzuforstendem Felsbodejn, 20 Dunam. Eine solche Wirtschaft wird ungefähr 10 Pfund per Monat einnehmen, außer den Produkten der Hauswirtschaft (Eier, Gemüse etc.). Land wir tschaftsrat» In der Sitzung vom ' 11. Mai wurde der neue Leiter des Regierungsdepartments für Landwirtschaft, Mr. M. T. Dawe begrüßt. Es wurden folgende Gegenstände, erörtert: Erhöhung des Zolles auf Kartoffel in jenen Monaten, in denen diese im Lande gedeihen. Befreiung, jener Weinberge, die amerikanische Setzlinge pflanzen, zum Schutz gegen: die Phylosera von den Abgaben für 10 Jahre, neue Zolltarife für Butter und Senneh, Räucherung der Orangenbäume gegen Insektengefahr, Absatzpropaganda für Orangen usw. Milchwirtschaft. Diese entwickelt sich befriedigend. 1931 wurden 5,6 Millionen Liter verkauft. Der Preis senkte sich auf 20 Müs. K/artof feibau. Die Ernte des Jahres wird viel kleiner als 1000 Tonnen sein, ca. ein Siebentel der in den letzten Jahren durchschnittlich importierten Menge. Der Einfuhrrest beträgt 50.000 Pfund pro Jahr. Für dieses Jahr sind vom Landwirtschaftsdepartment Schößlinge aus Großbritannien und Irland beschafft worden, da sich die Pflanzer beklagt hatten, daß gute und preis« werte 'Setzlinge schwer zu haben wären. Die Forderung auf Erhöhung des Zolles (siehe oben) findet Widerstand, weil durch sie ein wichtiges Nahrungsmittel verteuert würde. Pflaumenzucht. Im Baumgarten der landwirtschaftlichen Schule Mikweh Israel (bei Jaffa, gegründet von der „Allianee israelite 1870 durch Charles Netter) sind seit fünf Jahren 20 Dunam mit 550 Bäumen verschiedener Sorten Obst im Abstand von 6X0 Meter bepflanzt worden, um die für. das Land geeigneten Sorten herauszufinden. Es wurden besonders bei Pflaumen Rekorderträge erzielt: Sorte Kelsey 50 kg, Wilson 73 kg, Sassuma 100 kg per Baum usw. Die Nachfrage vist für inländisches Obst sehr gut. Es wäre nötig, die Obstbaumzucht auszudehnen. Fischzucht. WÜr haben in Nr. 1/2 über die Vorschläge zwecks Einrichtung einer Fischzucht berichtet. Inzwischen hat ein Fachmann dem KKL. den Antrag gestellt, ihm 80 Dunam in der Haifa-Bay, nahe den Kurdaniquellen, zwecks Versuchen mit einem künstlichen Teich zu verpachten, was auch geschehen ist. Die Getreidemißernte. „Boust'nai" schätzt, daß heuer infolge der Dürre in den jüdischen Wirtschaften die Ernten in Perzenten einer normalen betragen: bei Weizen 60—70o/o (abgesehen von besonders trockenen Gegenden, wo sie nur bis 30o/o ausmachte), Gerste 70o/o, Sesam 30—70o/o, Zwiebel und Knoblauch 60—70o/0. Verschiedene Nachrichten. In dieser Saison wurden 25.000 bis 30.000 Dunam mit Melonen gesät. Die Mandelernte war im Gebirge schwach,, in den Tälern sehr gut. Die feldmäßige Erdbeerenkultur ist in Ramath Gan und anderen bei Tel- Aviv gelegenen Punkten auf zusammen ca. 150 Dunam ausgedehnt worden.

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