Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 16 (1933)
- Issue
- Heft 7-9 (Juli 1933)
- Article
- Jüdische Orangenzüchter in Cypern [Nachricht]
- Date
- 1933-07-01
- Page
- Seite 306 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Von Interesse ist, daß die offiziöse Londoner Zeitschrift „The Near East and India" Nr. 00 vom 15. Juni auf Cypern als eines der Gebiete hinwies, wo die Ansiedlung deutscher Juden möglich und erwünscht wäre. Die Zitruspflanzungen der Arbeiterwirtschaften. Diese umfassen gegenwärtig 5866 Dunam. Dazu kommen noch 1000 Dunam der Arbeiterhilfswirtschaften in den Kolonien, die alle succesive in Frucht kommen. 1933/34 werden in allen Arbeiterwirtschaften zusammen 45.000 Kisten geerntet werden. Die Aussichten des Internationalen Orangütfhandels. Ueber dieses Thema schreibt Direktor Dr. Harry Viteies in „Hadar" Nr. 6/7. Die Schätzungen über die Flächen, die bis Ende 1933 angepflanzt sein werden, schwanken zwischen 155.000 und 200.000 Dunam. In der Saison 1932/33 waren 60.000 Dunam fruchttragend. Die gesamte für Zitrus geeignete Fläche Palästinas wird mit 300.000 bis 350.000 Dunam geschätzt. Die weitere Entwicklung hängt von dem Zufluß von jüdischem Kapital und von der Erlangbarkeit von Agrarkrediten ab. Die Kosten (ohne Boden) für die Anpflanzung bis zur Fruchtreife sind 50—60 Pfund per Dunam (ohne Zinsen). Der Export 1932/33 war 41/2 Millionen Kisten und wird 1933/34 sechs Millionen betragen und in gleichem Maße Jahr für Jahr steigen. Im Jahre 1931 wurden von allen Zitrusfrüchte exportierenden Ländern (Spanien, Italien, Palästina, U. S. A., Südafrika, Brasilien, Japan, Kuba) 39,1 Millionen Kisten exportiert. Konkurrenten Palästinas sind Spanien und Italien, die auch von November bis April versenden. Diese drei Länder exportierten 1931 30,3 Millionen Kisten, davon Palästina 2,6 oder 8o/0. Würden in Palästina im gleichen Tempo wie in den letzten Jahren sukzessive alle 350.000 Dunam passenden Bodens bepflanzt werden, so würde das Land ab 1950 allein 30—35 Millionen Kisten exportieren. In Spanien stieg die mit Orangen bepflanzte Fläche von 1925/26 : 554.250 Dunam bis 1927/23 auf 724.760 Dunam, um 30o/0. Im Jahre 1931 exportierte Spanien 21 Millionen Kisten. In Italien betrug die bepflanzte Fläche 1923/24: 47.720 Dunam Qriangqn und 63.134 Dunam Orangen und Mandarinen gemischt und 1931/32 47.720 resp. 63.070. Es zeigte sich eine Stagnation. 1931 wurden 3,4 Millionen Kisten exportiert. 1932 fand eine starke Zunahme der Produktion in Sizilien statt. Palästina ist nicht wie die beiden andenen Länder dem schädlichen Einfluß von Kälte und Wind ausgesetzt, zeigt daher keine solchen Schwankungen der Ernte wie diese. So ging der Export Spaniens z. B. von 1931: 30,6 Millionen Tonnen 1932 auf 24,2 Million Tonnen zurück. Die Palästinaorange ist teurer als die spanische. Der Durchschnittspreis in England war in den letzten Jahren 11,6 Shilling per Kiste. Eine Ermäßigung der Preise würde den Konsum erhöhen. Dies kann leicht geschehen, wenn man billigeres Kistenholz für Verschiffung via Haifa wählte, die Frachtraten drückte, die allgemeinen Kosten durch Rationalisierung von Graduierung und Verpackung senkte usw. In 17 der wichtigsten Importländer stieg der Orangenkonsum von 29 Millionen Kisten (1927) auf 35 Millionen Kisten (1931), das sind 20o/0 in vier Jahren. In England stieg in dieser Zeit der Orangenkonsum per Kopf um 30o/o. In anderen Ländern ist der Konsum per Kopf viel kleiner als in Eng-