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Palästina · 1933-07-01 · Heft 7-9 (Juli 1933) · p. Seite 304

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
16 (1933)
Issue
Heft 7-9 (Juli 1933)
Article
Probleme der Orangenzucht [Nachricht]
Date
1933-07-01
Page
Seite 304 (sequence 2)
Language
German
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mal gehandhabt. Die Zahl der Exporteure war heuer 260, die Zahl der Brandmarken 675 gegen ca. 2000 im Vorjahre. Die Kooperativen sollten mehr entwickelt werden und die einzelnen mußten sich nicht auf eine Kolonie beschränken. Die Verschaffung sollte wie in Nordafrika durch ein Kontrollkomitee reguliert werden, um in die Andienung Ordnung zu bringen. Zum Schluß spricht Mr. Turner über die Transport- und Hafenverhältnisse, worüber wir schon mehrfach berichtet haben. Ethrogim. Die Zahl der Ethrog-Bäume ist ca. 100.000. Der Erlös ist 60—100 Mil pro Baum. Die Aussichten des Orangenmarktes. In „Boustnai" Nr. 4 schreibt Dr. M. Grünstein über dieses Thema. Die Orangenproduktion Palästinas ist nur eilt kleiner Teil der Weltproduktion. Sie lieferte nach England 18o/0, nach Deutschland 88o/o, nach allen anderen Ländern bloß 2o/o von deren Zitrusimporten. Diese kleinen Mengen können unmöglich auf den Preis wirken. Die Schuld an dem Preisfall ist vor allem, daß das Anbot den Bedarf übersteigt. Doch ist dazu zu bemerken, daß nicht die zu große Menge daran schuld ist, sondern die ungeordnete Weise des Angebotes. Oft drängen sich die Zufuhren1 so sehr, daß in einem Zeitpunkt Ueberangebot ist und dann fallen natürlich die Preise. Bei den Bedingungen, unter denen verkauft wird, entsteht unwillkürlich eine Konkurrenzierung zwischen den Importeuren, denn die Orangen werden auf Konsignation geschickt und wenn zuviel auf den Markt kommen, kann man die Fracht nicht wie andere Waren einlagern, um einen besseren Zeitpunkt für den Verkauf abzuwarten. Dazu kommt, daß der Markt nicht mit einheitlichen Typen beschickt wird, daß bei Konsignationsverkauf der Verkäufer keine Mindestpreise vorschreiben kann, u, a. m. (Wir haben schon oft über diese Dinge berichtet. — Die Red.) Es muß also gründlich Wandel geschaffen werden, sonst wird sich die Lage verschlimmern. Der Versand muß geregelt und organisiert werden, nicht nur bei den Pflanzern, sondern, auch bei den Schiffahrtsgesellschaften. Man müßte eine Verkaufsgesellschaft gründen, mit Niederlassungen in Paris für Frankreich, Belgien, Holland, Luxemburg, in Hamburg für Deutschland und Tschechoslowakei, in Oslo oder Kopenhagen für Skandinavien, in Konstanza für den Balkan usw. Natürlich wird man nicht mit einem Schlag die hergebrachten Verkaufsmethoden ändern können. Eine solche Vereinigung der Pflanzer zum Zwecke des Exports und Verkaufs ihrer Früchte, wird auch zur Erhöhung der Preise führen, denn der gemeinsame zentrale Verkauf kann bessere Preise durchsetzen als der zersplitterte. Durch die Agenturen wird die Organisation über die Marktlage informiert sein, über die besten Verkaufszeiten usw. Die Regierung sollte ihrerseits wie in anderen Ländern den Export unterstützen, aber bei den herrschenden politischen Verhältnissen 'müssen wir uns auf die eigene Kraft stützen. Korporative der Zitruspflanzer der Scharonebene. Die Orangenpflanzungswirtschaften der Scharonebene haben sich in einer Korporative „Adir" vereinigt, zwecks gemeinsamen Verkaufes ihrer Produkte am Weltmarkt. Eine Zusammenarbeit mit der Pflanzerverkaufskorporation in Schomron (Samaria) ist dadurch vorgesehen, daß der bekannte Fachmann Isaak Rokach der oberste Leiter der Adir ist, der soeben ein neues Orangenverkaufs-Syndikat mit 15.000 Pfund Kapital, gründete. Dies ist ein großer Fortschritt in der Organi-

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