Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 16 (1933)
- Issue
- Heft 7-9 (Juli 1933)
- Article
- Die Aufwendungen der Jewish Agency [Nachricht]
- Date
- 1933-07-01
- Page
- Seite 298 (sequence 2)
- Language
- German
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298 498.700 Der Keren Hajessod hat von obigen 204.600 unter anderem aufgewendet für Landwirtschaft 71.700, Erziehung 40.000 Pfund u. s. f. Der Hilfsfonds. Bis 31. Jänner 1933 hatte dieser 568.479 Pfund aufgewendet. Davon 300.295 für reine Hilfszwecke, inklusive juristischer und medizinischer Hilfe. Von den restlichen Summen sind für Neukolonisation 50.000, für städtische Wohnhäuser, 24.400 für landwirtschaftliche Kolonisation (1000 Familien Plan) aufgewendet worden. Privater Kapitalszufluß. Dieser wird für 1932 auf drei Millionen Pfund geschätzt. Die Einbürgerung. Der Waad Leumi hat ein Rundsehreiben an alle jüdischen Gemeindevorstände gerichtet, in dem diese aufgefordert werden, darauf} zu sehen, daß diejenigen Juden, die nocji ausländische Staatsangehörigkeit besitzen, Einbürgerungsgesuche einbringen. In Palästina leben derzeit noch etwa 70.000 Juden, die die palästinensische Landesbürgerschaft nicht besitzen, unter ihnen etwa 6000 Nansenpaßinhaber. Sabbatruhe. In Tel-Aviv nahm eine 6000 Köpfe starke Massenversammlung Stellung für den strikten Sabbatsqhutz, für den sich auch Bialik in einem Schreiben energisch aussprach. Hilfe für deutsehe Juden. Dem Hilfsfond sind unter anderem auch Spenden von deutschen christlichen Einwohnern zugegangen. Er hat schon bis Juli 16.500 Pfund eingenommen, bevor noch eine große Campagne eröffnet worden war. Die jüdischen Kreditkooperativen haben beschlossen, einen Fonds von 5000 Pfund für Gewährung von Aufbaukrediten an deutsche Juden aufzubringen. Die „Hitachduth Ole Germania" bildet aus früheren Angestellten Landarbeitsgruppen (Chawuroth), von denen die erste in Riscjion arbeitet. Ein Spezialkomitee aus Vertretern der Knesseth Israel und dem Hilfskomitee wurde gebildet, das für Erziehungs- und Unterrichtsarbeit bei den deutschen Juden zu sorgen hat. Ansiedlung deutscher Juden. Ueber dieses Thema hat Dr. Ruppin in Nr. 5/6 d. Bl. geschrieben. Inzwischen hat er mit Dr. Pinner und Dr. Brünn einen konkreten Plan ausgearbeitet. Es soll auf Boden von Wadi el Chawereth eine Siedlung deutscher Juden auf je 20 Dunam, wovon die Hälfte für Orangen, die andere für gemischte Wirtschaft bestimmt ist, entstehen. Erforderlich sind 1000 Pfund, und zwar 600 Pfund für 10 Dunam Pflanzung, 160 Pfund pal. Pfund Keren Hajessod.............. 204,600 KKL.................. 97.700 Hadassah................ 95.500 W. J. Z. O.........20,000 Hilfsfonds (nach den Unruhen 1929 gesammelt) 38.900 Hebräische Universität .......... 35.400 Technikum Haifa............. 6.600