Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 16 (1933)
- Issue
- Heft 7-9 (Juli 1933)
- Article
- Die jüdische städtische Selbstverwaltung [Nachricht]
- Date
- 1933-07-01
- Page
- Seite 287 (sequence 2)
- Language
- German
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Bevölkerung autonome jüdische Selbstverwaltungen eingerichtet werden. Ein besonderer Fall sei der von Jerusalem (siehe nachstehende Mitteilung). Stadtrat von Jerusalem. Seit Austritt der jüdischen Stadträte aus der Verwaltung von Jerusalem, der bekanntlich vor zweieinhalb Jahren erfolgte, als der Bürgermeister Nashashibi sich der arabischen Delegation anschloß, die im Frühjahr 1930 nach London fuhr, ist diese Verwaltung rein arabisch geblieben, obzwar nach der letzten Volkszählung die Juden fast 60 o/o der Bevölkerung ausmachen. Anfangs 1930 ist wegen Vorbereitung des neuen Munizipalitätengesetzes die Amtsdauer der 1926 gewählten Stadträte bis 1932 ausgedehnt worden. Inzwischen ist das Gesetz erschienen, die Amtsdauer abgelaufen % und noch immer sind keine Neuwahlen erfolgt. Die Vertreter der jüdischen Gemeinde stellten Ende Mai an den Oberkommissär die Forderung, die seit 1926 im Amte befindliche Stadtverwaltung endlich aufzulösen und entweder eine neue Vertretung einzusetzen, die der BevöJkrungszusammensetzung entspricht, oder einen Regierungskommissär zu ernennen. Die Anteile der jüdischen Arbeiter an öffentlichen Arbeliten. Die Regierung hat der Jewish Agency nach langwierigen Verhandlungen mitgeteilt, daß ein Drittel des für die Durchführung öffentlicher Arbeiten bestimmten Budgets zur Bezahlung jüdischer Arbeiter verwendet werden soll. Die Frage der Erhöhung der Subvention für die Schulen. Wir haben in Nr. 5/6, Seite 186 mitgeteilt, daß die Regierung die Subvention für das jüdische Schulwesen von 20.000 auf 26.000 Pfund zu erhöhen versprach. Nachträglich wird bekannt, daß sie daran die Bedingung geknüpft habe, daß die Gehalte der Lehrer gekürzt werden. Der Waad Leumi "hat dies abgelehnt. Verschiedene Nachrichten. Bei dem Bau des RockefeUermuseums werden nur wenige Prozente jüdischer Arbeiter beschäftigt, wogegen die hebräische Presse protestiert. JEWISH AGENCY. Mandatskommission. Die Sitzung. Am 19. Juni wurde in Genf die Tagung der Permanenten Mandatskommission des Völkerbundes eröffnet und neuerdings Marquis Theodoli zum Vorsitzenden gewählt. Das Palästinamandat kam in der Sitzung vom 27. Juni zur Sprache. Die Verwaltung wurde durch Zivilsekretär Young vertreten. Die Sitzung war, wie immer geheim, das Protokoll wird erst später veröffentlicht werden. Der Bericht der englischen Regierung 1932. Zur Vorlage an die Permanente Mandatskommission ist dieser Bericht soeben in London und Jerusalem erschienen. Wir geben nachstehend einen Auszug aus seinem Inhalt: Richtlinen der englischen Politik in Palästina. Der Bericht weist darauf hin, daß die englische Politik in Palästina den Bestimmungen des Palästinamandats unterworfen sei. Erklärungen über diese Politik seien in den Weißbüchern von 1922 und vom Oktober 1930 gegeben worden. Als autoritative Interpretation gewisser Punkte des zweiten Weißbuches, bezüglich derer unrichtige Auffassungen und Mißverständnisse ent-