Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 16 (1933)
- Issue
- Heft 7-9 (Juli 1933)
- Date
- 1933-07-01
- Page
- 1 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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PALÄSTINA ZEITSCHRIFT FÜR DEN AUFBAU PALÄSTINAS XVI. Jahrg. Juli—August—September 1933 Nr. 7—9 Die Mineralquellen Palästinas. Mit einer Kairte. Von Sanitätsrat Dr. Lachmann, Bad Landeck i. Schi. Koloniale Betätigung, die sich nicht auf den reinen Konsumenten¬ oder gar Ausbeuterstandpunkt stellen will, wird ihre Aufgabe vor allem in der produktiven Erschließung der Vegetation und der übrigen natürlichen Bodenprodukte des Kolonialgebietes zu sehen haben. Die Araber haben in den 1300 Jahren seit ihrer Besitzergreifung Palästinas in dieser Richtung nichts getan. Um so mehr wird die Pflicht zu solcher produktiven Leistung der neuen jüdischen Einwanderung obliegen, die jetzt das englische Mandatsgebiet besiedelt. In Palästina aber nehmen die zahlreichen Mineralquellen des Landes unter seinen natürlichen Bodenschätzen einen hervorragenden Platz ein, wenn auch vorläufig zu ihrer Erschließung und rationellen Verwertung noch so ziemlich alles zu tun übrig bleibt. Denn bisher haben sich mit diesen Quellen, wenn man von Tiberias und El-Hammi im Jarmuktal absieht, überhaupt nur Geographen und Geologen beschäftigt; die Vertreter der Bäderwissenschaft sind an ihnen ohne jedes Interesse vorübergegangen. Aber auch die Organisatoren einer modernen Wirtschaft im neuen Palästina haben anscheinend noch nicht erkannt, daß hier ein Faktor vorliegt, dessen rationelle Verwertung schnelle und reiche Früchte tragen könnte. Es muß schon bei oberflächlicher Betrachtung auffallen, daß von den zahlreichen und über das ganze Land verteilten Mineralquellen nur wenige einen eigentlichen Namen haben. Fast immer enthält