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Palästina · 1933-05-01 · Heft 5-6 (Mai 1933) · p. Seite 218

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Journal
Palästina
Volume
16 (1933)
Issue
Heft 5-6 (Mai 1933)
Article
[Rezension]
Date
1933-05-01
Page
Seite 218 (sequence 2)
Language
German
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(rangen sind unbedingt einleuchtend und sie demonstrieren ausgezeichnet die Fragwürdigkeit gewisser „fortschrittlicher" Schlagworte, wie zum Beispiel jenes vom Selbatbestimmungsredht der Nationen. Auch für das Palastinamandat scheint sich, wie Bileski betont, die Notwendigkeit einer dauernden Vormundschaft des Völkerbundes zu ergeben, und zwar zufolge der besonderen Zielsetzungen dieses Mandates: Aufbau der jüdischen nationalen Heimstätte sowie Sicherung vielfach miteinander konkurrierenden Interessen an den heiligen Stätten, Bileski kommt also zu folgenden ^Feststellungen bezüglich des Problems der Entwicklung der Mandate zur Unabhängigkeit: „Wenn die beiden Länder Irak und Syrien aus dem Mandatssystem ausgeschieden sind, durfte nicht nur praktisch, sondern auch grundsätzlich der Gedanke der Entwicklung der Mandatsgebiete zur Selbständigkeit für absehbare Zeit erledigt sein. Das bedeutet gewiß nicht das Ende dos Mandatssystems. Insbesondere der Gedanke der Volkerbundkontrolle hat sich auch in unserer Zeit wieder als rechtlich und politisch bedeutsam und daher als ein genügender Existanzgrumd für die Errichtung der Mandate erwiesen. Aber der Gedanke der Entwicklung zur Selbständigkeit und damit die Beziehung des Mandatssystems zur Idee des Selbstbestimmungsreohtes ist mir noch ein höchst problematischer Bestandteil des Systems." Dr. M. Spiegel, Graz. Propagandaisdhriften* Herausgegeben vom Hauptbüro des Keren Hajessod. — In letzter^ Zeit sind einige solcher Schriften neu erschienen und in mehreren Sprachen aufgelegt worden. Die Ausstattung ist geschmackvoll und zeigt, daß die Druckkunst in Palästina sich schon auf bemerkenswerter Stufe befindet. Von diesen Schriften sei besonders erwähnt: „Das jüdische Dorf", von A g r. S. Z e m a c h. Diese Broschüre zeichnet sich durch Klarheit der Anlage bei sehr glücklicher Zusammenziehung und Darbietung des Stoffes aus. In knappen Strichen werden nach kurzem Rückblick die Entwicklung der jüdischen Landwirtschaft und ihre großen Erfolge gezeichnet. Das Heft ist mit zahlreichen schönen Photographien geschmückt. Ihr Abschneiden mit dem Rande der Seite ist allerdings nicht nach jedermanns Geschmack. — Die Broschüre „Die jüdische Stadt Tel-Aviv" von J. Hanooh zeichnet die Entwicklung dieser Stadt umd gibt die Daten über Bauten, Industrie, Schulwesen, Literatur usw. Auch diese, sehr übersichtlich angeordnete Broschüre ist mit vielen Randphotos geschmückt. — Eine andere Broschüre, betitelt sieb „Werk und Aufgaben des Keren Hajessod" von Leib Jaffe, Direktor des KH. Wir haben den wesentlichsten Inhalt dieser Schrift vor Erscheinen in Nr. 8/9, 1932, abgedruckt. — Ein Merkblatt: „Die 14 Punkte des KH." gibt eine Uebersicht über die Leistungen des Fonfds bis 30. September 1932. Czyn BUujski (Die Bilu-Tat), von Dr. Samuel St endig. Herausgegeben von Agudath Hanoar Haiwri „Akiba", Krakau, 1933, S. 63. — Es muß befremden, daß das 50jährige Jubiläum der Bilu keine großangelegte Danstellung dieser für die jüdische Renaissance so wichtige Erscheinung gebracht hat. Zwar führen uns die Tagebücher von Teilnehmern an der Bilu-Bewegung: Chissin, Minz, Beikind, in das Problem genügend ein; die Tat der Bilu ist ferner auch in den Werken von Drujanow, Smilanski und Lilienblum behandelt worden, doch fehlte bisher eine eingehende, übersichtliche und genaue Arbeit über dieses Thema. Die vorliegende Schrift füllt die Lücken aus, sie vereinigt wissenschaftlichen Ernst mit populärer Klarheit des Vortrages. Auf den streng

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